Formel 1: Ferrari-Teamchefs - Todt überragt alle

Formel 1: Ferrari bringt Update nach Baku

Vettel mag keine Diven mit Wackelhintern

Ferrari kündigt für den Großen Preis von Aserbaidschan Updates an. Ob die auch Vettel helfen?
Ferrari gibt schon vor dem GP in Baku am Sonntag Vollgas. Hintergrund: Normalerweise präsentieren die Teams große Updates erst beim Großen Preis von Spanien in Barcelona. Ferrari aber bringt sein rund erneuertes Auto schon 14 Tage früher. In Baku soll der "neue" FS90H jetzt helfen, Sebastian Vettel im vierten Rennen endlich den ersten Saisonsieg zu bescheren. "Wir bringen ein paar Updates mit nach Baku", bestätigt Teamchef Mattia Binotto (49). "Das ist der erste Schritt der Weiterentwicklung des SF90."
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Binotto liefert auch gleich den Grund mit, warum das neue Aerodynamikpaket früher als erwartet kommt: "Nachdem die ersten drei Rennen definitiv nicht so gelaufen sind, wie wir wollten, ist dieser Grand Prix ein weiterer wichtiger Moment für uns", so der neue Ferrari-Teamchef. "Wir haben uns sehr gut vorbereitet."
Demnach haben die Italiener, die bei drei Auflagen in Baku bislang noch nie gewinnen konnten, Bereiche gefunden, "in denen wir uns verbessern können". Dazu gehöre unter anderem das Motoren-Management.

Sebastian Vettel hofft, dass der überarbeitete SF90H wieder das Auto ist, in dem er sich bei den Wintertests in Barcelona so wohl gefühlt hat.

Sebastian Vettel hofft, dass der überarbeitete SF90H wieder das Auto ist, in dem er sich bei den Wintertests in Barcelona so wohl gefühlt hat. In den ersten drei Saisonrennen neigte der Ferrari zum Übersteuern – ein leichtes Heck ist aber nicht das, was Vettel mag. Der Heppenheimer braucht eine stabile Hinterachse, um das Potential des Wagens voll ausschöpfen zu können. Im Gegensatz zum Teamkollegen Charles Leclerc (21). "Wir haben verschiedene Fahrstile," erklärt der junge Monegasse. Soll heißen: Ein übersteuernder Ferrari kommt ihm entgegen.
Vettels rote Diva mit dem wackeligen Hintern dagegen schlug sich für den Heppenheimer in den ersten drei Rennen negativ in den Ergebnissen nieder. Mit nur einem Podestplatz liegt der Deutsche schon 31 Punkte hinter dem WM-Führenden Lewis Hamilton. Doch ausgerechnet der amtierende Weltmeister ist sich seiner Sache noch nicht sicher und glaubt weiterhin an die Stärke Vettels und Ferrari. "Ferrari hat ein gutes Auto. Sie holen einfach noch nicht alles aus ihm raus," warnt der Brite vor der Scuderia.
Fest steht: Ferrari, Vettel und Teamchef Mattia Binotto stehen jetzt schon besonders in Italien unter großem Druck. "Das war auch unter meiner Zeit schon so", beruhigt Ex-Technikchef Ross Brawn. Das frühere Superhirn von Ferrari zur Zeit von Michael Schumacher erinnert sich: "Als ich durch den Flughafen in Bologna ging, wurde ich entweder beschimpft oder gelobt - das passiert dir sonst nirgendwo auf der Welt. Ferrari muss jetzt einfach ganz in Ruhe weiterarbeiten."

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Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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