Aus der halben Sekunde Vorsprung, die Ferrari zum Saisonstart hatte, ist eine halbe Sekunde Rückstand auf Mercedes geworden. Und die nächsten sind schon dran. BMW-Boss Dr. Theissen: "Ferrari ist für uns erreichbar geworden." Alarmstufe Rot! Doch der Notplan steht: Ausgerechnet Schumis Ex-"Superhirn" Ross Brawn (52) soll als neuer Teamchef wieder für Siege sorgen – und er soll Schumi gleich mitbringen!

Fakt ist: Ferrari-Direktor Jean Todt (61) hat Brawn, der dieses Jahr eine Auszeit nimmt, den Teamchef-Posten schon vor mehreren Wochen angeboten. Als Reaktion auf dessen Geflirte mit Honda. Todt bestätigt: "Ross hätte die notwendigen Fähigkeiten." Das "Superhirn" hat gegrübelt – und sich entschieden. Brawn: "Ferrari ist immer noch meine Leidenschaft." In seinen "alten" Job als Technik-Direktor will er nicht zurück. Doch er verrät: "Es könnte innerhalb des Rennteams neue Möglichkeiten geben."

Schumi war der Wunschkandidat von Ferrari-Direktor Jean Todt.
Noch lieber als Brawn hätte Todt nur Schumi selbst als Nachfolger für Notlösung Stefano Domenicali (offiziell "Teammanager") gehabt. Todt: "In meinen Augen wäre Michael der Beste. Aber er möchte es nicht tun." Wenn aber Schumis Dauer-Kumpel Brawn (seit 1994 unzertrennlich) die große Verantwortung trägt, könnte Schumi in dessen Schatten als neuer Strategie-Experte arbeiten. Ex-Weltmeister Niki Lauda zu BILD: "Michael hat die Formel 1 noch überhaupt nicht satt. Sonst wäre er nicht in Barcelona, Monte Carlo und sogar in Montréal gewesen." Auch für Magny-Cours am Wochenende (1. Juli 2007) hat er sich schon angekündigt.