Formel 1: Die besten Bilder vom Mexiko GP

Formel 1: Ferrari-Duell geht weiter

Vettel zweifelt an Ferraris Favoritenrolle

Sebastian Vettel jagt in Mexiko seinen zweiten Saisonsieg und Ferraris ersten auf dem Kurs seit 1990 - wichtig ist der auch im Fernduell mit Charles Leclerc.
Auf den Geraden ist Ferrari derzeit eine Macht, für die meisten Experten und auch Lewis Hamilton (mehr Infos hier) deshalb der erklärte Favorit in Mexiko. Doch kann die Scuderia ihre Stärke auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez wirklich so gut ausspielen? Sebastian Vettel hat Bedenken...
„Ich weiß nicht, ob wir wirklich der Favorit sind. Die Leute sehen nur die Strecke und die vielen Geraden, auf denen wir zuletzt stark waren“, sagt Vettel am Donnerstag vor dem Mexiko GP. „Es gibt aber auch viele Kurven hier. Hinzu kommt: es ist ein Kurs, wo die Effizienz nicht viel ausmacht. Wir haben ein effizientes Auto, können diesen Vorteil also vielleicht nicht nutzen. Wir müssen sehen, wie der kurvige Sektor für uns läuft, dieser Teil war immer unsere Schwachstelle.“
Fakt ist: Ferrari wartet seit 1990 auf einen Sieg in Mexiko. Seit dem F1-Comeback 2015 siegten nur Mercedes und Red Bull.
Für Vettel ist die Herangehensweise ans Wochenende klar: „Wegen der Höhenlage und der dünnen Luft muss man hier auf jeden Fall die maximal mögliche Downforce haben. Unser Fokus bei der Abstimmung richtet sich auf die langsamen Kurven. Es geht darum, die richtige Balance und das Handling zu finden, sodass wir die Reifen schonen und ins Fenster bringen. Das wird hier den großen Unterschied machen.“

Vettel und seine Crew beim Trackwalk am Donnerstag

Der WM-Zug ist für Vettel, der nach seiner Ankunft in Mexiko erstmal Kultururlaub machte und sich in der Hauptstadt das berühmte Frida Kahlo Museum anschaute, zwar abgefahren - vor allem das teaminterne Duell mit Charles Leclerc sorgt allerdings für Brisanz im Saisonendspurt bei Ferrari.
Vettel will das Thema aber nicht aufbauschen. „Ich glaube nicht, dass es eine größere Bedeutung hat. Der Anspruch ist sowieso, vorne zu sein und alle anderen zu schlagen. Das beinhaltet dann auch den Teamkollegen.“ Trotzdem räumt Vettel ein: „Der Kampf ist da und das ist auch gut so. Die Zielsetzung für uns beide ist die gleiche: wir versuchen die Rennen dieses Jahr ordentlich fertig zu fahren und alle vier zu gewinnen, um die Richtung dann auch fürs nächste Jahr vorzugeben.“
Ex-Weltmeister Alain Prost glaubt sogar, dass sich die Ferrari-Piloten bereits für einen Titelkampf 2020 in Stellung bringen. „Nächstes Jahr wird es schwierig. Ich glaube, dass Ferrari dann stark sein wird und mit dem Duell zwischen Charles und Sebastian klarkommen muss. Wenn das Auto gut ist und beide um den Titel kämpfen, könnte am Ende Mercedes davon profitieren“, warnt der Franzose.
Prost weiter: „Die Situation bei Ferrari ist kompliziert und schwierig zu managen. Dank seiner Erfahrung war Vettel eigentlich die Nummer 1 im Team, aber Charles hat sich ungewöhnlich schnell an die Situation in Maranello angepasst und sich beinahe zur Nummer 1 gemausert. Es gab zwar einige Probleme, aber er hat schon eine beachtliche Reife an den Tag gelegt“, lobt Prost den Monegassen. Leclercs zwei Saisonsiegen steht einer von Vettel gegenüber. Am Sonntag in Mexiko kann der Deutsche ausgleichen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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Sebastian Vettel

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