Formel 1: Deutschland GP - Technik-Updates

Formel 1: Ferrari feilt am Unterboden

Binotto will Fehler finden

In Spielberg will Ferrari Wiedergutmachung für Frankreich betreiben. Jetzt gibt auch Binotto zu: Neue Teile haben nicht funktioniert.
„Wenn es unser Ziel war, auf Mercedes aufzuholen, haben wir das verfehlt.“ Sebastian Vettels Erkenntnis aus Frankreich war brutal. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto sieht das anders. „Der Rückstand in Frankreich war nicht so groß wie in Barcelona.“ Da verlor die Scuderia allein im letzten kurvigen Sektor acht Zehntelsekunden.
Doch genau dieser Trend setzte sich eben auch in Le Castellet fort. Im letzten Sektor mit sechs Kurven waren die Reifen am roten Renner erneut so sehr am Ende, dass wieder 0,6 Sekunden liegen blieben. Aber eben weniger als in Barcelona.
Trotzdem war das nicht genug für all die neuen Teile, die die Scuderia nach Frankreich gebracht hat (Ferraris Technik-Updates in Frankreich: Hier klicken). Mittlerweile gibt auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zu, dass das Upgrade die Erwartungen nicht erfüllt hat. Der Italiener: „Wir werden uns in Österreich einige Teile erneut anschauen, um ein klareres Bild zu bekommen, warum die Updates in Le Castellet nicht wie erwartet funktioniert haben.“

Mattia Binotto: „Der Rückstand in Frankreich war nicht so groß wie in Barcelona.“

Unter anderem soll der in Frankreich wieder eingepackte Unterboden in Spielberg erneut ans Auto geschraubt werden - dort haben die Ingenieure vor den Seitenkästen fünf Wirbelgeneratoren angebracht, die den Luftfluss für mehr Downforce ableiten sollen (siehe großes Bild oben und in der Galerie).
Ziel der Verbesserungen: „Wir wollen mehr Abtrieb generieren, ohne beim Topspeed zu verlieren. Wir wollen ein aerodynamisch effizientes Auto, das auch die Reifen nachhaltiger und konstanter zum Arbeiten bringt.“
Vettels Teamkollege Charles Leclerc bläst indes zum Angriff auf den Deutschen: Nachdem er den Rückstand im Qualifying-Teamduell auf 2:6 verkürzt hat,  kündigt er an: „Ich habe mich zuletzt im Qualifying verbessern können, insbesondere was meine Performance von Q1 zu Q3 angeht. Darauf will ich aufbauen und weitere Wege finden mich zu verbessern.“
Sebastian Vettel selbst bleibt indes erstaunlich ruhig: „Wir schauen nicht zu sehr nach links und rechts. Der Schlüssel, schneller zu werden, liegt ganz alleine bei uns. Wir müssen uns verbessern und anfangen Druck auszuüben.“ 
Zur Strecke in Spielberg sagt er: „Die längeren Geraden helfen uns natürlich. Aber leider gibt es auch ein paar Kurven, durch die wir gut durchkommen müssen. Es ist klar, dass wir hier nicht Favorit sind.“
Die Motivation fehlt Vettel jedenfalls nicht: „Ich denke nicht allzu viel über so etwas nach. Ich will nirgendwo anders sein. Natürlich würden wir uns lieber in einer besseren Situation befinden. Sind wir aber leider nicht. Also müssen wir besser arbeiten als sie, um die Lücke zu schließen.“

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Autoren: , Ralf Bach

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