Formel 1: Neue Teile in Frankreich
Ferrari macht mobil

Ferrari kündigt keine B-Version des Autos an, dafür umfangreiche Upgrades. Alle Hintergründe
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Ferrari hat den WM-Kampf noch nicht aufgegeben. Trotz 123 Punkten Rückstand gegenüber Mercedes in der Konstrukteurs-WM und 62 Zählern, die Ferraris Nummer 1 Sebastian Vettel auf Mercedes-WM-Leader Lewis Hamilton fehlen. Nach sieben Rennen wohlgemerkt.
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Nachdem die Scuderia in den letzten beiden Rennen in Monaco und Kanada kaum Weiterentwicklungen am SF 90-H präsentierte, soll das ab dem großen Preis von Frankreich am kommenden Sonntag anders werden.
"Wir werden in den nächsten Rennen eine Serie von Weiterentwicklungen bringen", kündigt Teamchef Mattia Binotto an. "Sie sollen unser Defizit abstellen, nämlich endlich die Reifen zum Arbeiten zu bringen."
Was durchsickerte: In Frankreich kommt ein neuer Frontflügel, es folgt ein neuer Unterboden in Österreich. In Silverstone soll ein neuer Diffusor für mehr Abtrieb sorgen und beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim probiert Ferrari neue seitliche Luftleitbleche aus.
Wichtigste Aufgabe des neuen Frontflügels in Frankreich: mehr Abtrieb generieren ohne dem Outwash-Konzept untreu zu werden, das die Luft außen um die Vorderräder herum leitet.
Binotto: „Das wird noch nicht die ganze Lösung unserer Probleme sein, aber das technische Feedback davon wird wichtig für unsere nächsten Schritte sein.”

Ferrari Teamchef Mattia Binotto kündigt eine Serie Weiterentwickelungen an.
Dazu baut Binotto das Team gerade völlig um. Die Umstrukturierungen sollen spätestens in der nächsten Saison Früchte tragen. Laut „F1 Technical“ wurde der Brite Stephen Boyd als neuer Strategieexperte vom F1-Rechteinhaber Liberty abgeworben. Auch der Italiener Maurizio Tomasselli soll sich in den nächsten Wochen Ferrari anschließen. Er arbeitete bei Toro Rosso als Chassis-Entwickler und wird diesen Job dann bei der Scuderia übernehmen.
Von Red Bull kommt der Brite Nigel Rupert-Nuttling. Er wird sich darum kümmern, dass die CFD-Simulationen auch an der Strecke funktionieren. Als Designer soll Simone Resta zurück von Alfa beordert werden. Binotto: „Das prüfen wir in nächster Zeit.“
Der Italiener bestätigt auch Umstrukturierungen, die bereits stattgefunden haben, um ihn in seiner Doppelrolle als Team- und Technikchef zu stützen. "Ich brauchte besonders Unterstützung aufder technischen Seite“, sagt er. „Es stimmt, dass wir sowohl zuhause als auch an der Strecke ein paar Leute haben, die dabei helfen, das gesamte Team zu managen. Einfach, weil das Team wichtiger ist als das Individuum."
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