Formel 1: Die besten Bilder vom Frankreich GP

Formel 1: Ferrari ist sich uneins

Vettel mit Galgenhumor

Sebastian Vettel wird in Le Castellet Fünfter. Mit Ferraris Performance ist er wenig zufrieden. Teamchef Mattia Binotto sieht die Sache jedoch anders.
Nein, das F in Plan F stand nicht für Platz fünf. Ein bisschen besser hätte das Resultat für Sebastian Vettel am Sonntag dann schon ausfallen dürfen. Mit Plan F, über den Vettel in der Schlussphase des Frankreich GP von seinem Ingenieur am Funk informiert wurde, war der Angriff auf die schnellste Rennrunde (englisch: Fastest Lap) gemeint.
In der vorletzten Runde zog Vettel dafür noch mal neue rote Reifen auf - und schnappte sich damit in der Zielrunde den einen Bonuspunkt für den schnellsten Umlauf. Warum so spät? „Weil wir sonst auch Max (Verstappen; d. Red.) dafür die Möglichkeit eröffnet hätten, es uns gleichzutun“, erklärt Vettel, der seine große Lücke nach hinten zum sechstplatzierten Carlos Sainz für den Extrastopp nutzte.
Obwohl das Risiko am Ende aufging, zufrieden sein konnte Vettel trotzdem nicht - der Deutsche in Bezug auf seine schnellste Rennrunde zu ABMS: „Dass ich mit neuen weichen Reifen nur knapp schneller war als Lewis zeigt, wie viel Luft die (Mercedes; d. Red.) noch nach oben haben.“
Damit widerspricht der Heppenheimer indirekt auch seinem Teamchef Mattia Binotto. Der hatte im Anschluss an die überlegene Performance der Silberpfeile in Frankreich gesagt: „Mercedes war hier nicht so dominant wie Barcelona. Das ist für mich wichtig. Wir sind noch nicht da, wo wir wollten. Aber wir haben das Auto seit Barcelona verbessert.“

Nur an den zwei McLaren kam Vettel im Rennen vorbei

Aus dem Mund seines deutschen Star-Piloten hört sich die Sache aber anders an - vor allem, weil Ferraris neue Teile für Le Castellet floppten: „Einige neue Teile haben nicht funktioniert, wir mussten deshalb zurückbauen“, sagt der Deutsche.
Binottos Version klingt erneut gegensätzlich, denn der Italiener beteuert, dass ein Einsatz der neuen Teile ohnehin noch nicht geplant und es im Training nur ein Test war. Dass bei Ferrari dicke Luft herrscht (ABMS berichtete), spielt Binotto zwar runter, baut dabei aber trotzdem weiter Druck auf Vettel auf. Binotto: „Ich glaube, Seb fühlt sich als Mitglied der Familie und fühlt sich wohl. Im Quali gestern ist ihm auch nicht die beste Runde gelungen, aber es wird wieder Rennen geben, wo er sein Können zeigen kann.“
Dass dies in Frankreich nicht der Fall war, immerhin in diesem Punkt stimmt Vettel zu, sagt: „Das Rennen war okay. Mehr war nicht drin.“ Ferraris mangelnde Entwicklung bereitet aber auch ihm Kopfzerbrechen. „Die schlechtere Nachricht ist, dass wir keinen Schritt nach vorne machen konnten im Vergleich zu Mercedes. Dafür brauchen wir keine Experten, die uns das sagen. Das sehen wir selbst.“
Hauptgrund sind laut Vettel weiter die unterschiedlichen Charakteristika der Autos: „Wir sind schnell auf den Geraden, nicht so sehr in den Kurven. Dann kam hier der Faktor Hitze hinzu, was zu Problemen mit den Reifen führte.“ Soll heißen: „Je mehr Grip du hast, desto besser passt du auch auf die Reifen auf - das hilft Mercedes natürlich mehr als uns. Folglich ist man abhängig von den jeweiligen Stärken und Schwächen, die man hat.“
Vettel gibt die Hoffnung für das nächste Rennen in Österreich aber trotzdem nicht auf: „In einer Woche kann man nicht so viel machen. Vielleicht ist das Größte, was uns entgegenkommt, das Streckenlayout.“ Falls auch das nicht hilft, hat Vettel noch einen frommen Wunsch, Marke Galgenhumor: „Dann sollten wir vielleicht einfach auf dem alten Österreichring fahren, der hatte nicht so viele Kurven.“
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Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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