Formel 1: Ferrari-Juniorin

Formel 1: Ferrari-Juniorin

Ferrari nimmt Frau in Akademie auf

Ferrari sucht eine Frau für die Formel 1. Maya Weug wird als Juniorin 2021 vom erfolgreichsten F1-Team der Geschichte gefördert.
Mick Schumacher bekommt ein Mädchen als Teamkollegin in der Ferrari-Junior-Akademie. Ferrari hat 2021 die 16-jährige Maya Weug als Juniorin in den Nachwuchskader aufgenommen – mit dem Ziel, eine Frau in die Formel 1 zu bringen.
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Ferrari arbeitet dabei mit dem Automobilweltverband FIA zusammen. Innerhalb der Initiative „Girls on Track“ hat die FIA mit Ferrari aus 20 Bewerberinnen die beste ausgesucht – um sie gezielt zu fördern, am besten bis in die Formel 1. Maya Weug hat sich dabei durchgesetzt, zuletzt unter anderem bei Formel-4-Testfahrten gegen die drei weiteren Finalistinnen Julia Ayoub (15/Brasilien), Antonella Bassini (14/Brasilien) und Doriane Pin (17/Frankreich).
Entsprechend groß ist natürlich die Freude bei Weug: „Mir fehlen die Worte! Ich habe so lange davon geträumt, dass ich eines Tages mit Ferrari arbeiten kann. Nun ist dieser Moment da. Ich bin überglücklich.“
Weug erfolgreiche Kartfahrerin
Ferrari-Sportchef Laurent Mekies sagt: „Vielfalt ist uns wichtig, und wir sind davon überzeugt, dass sich noch viel mehr Frauen für Motorsport interessieren würden, wenn auch mehr Frauen Rennen bestreiten. Dazu wollen wir beitragen. Das Fernziel besteht natürlich darin, wieder eine Frau in die Formel 1 zu bringen.“

Maya Weug wird als Juniorin 2021 von Ferrari gefördert

©Ferrari

Maya Weug ist in den Augen von Ferrari dafür die Richtige. Sie ist Tochter einer belgischen Mutter und eines niederländischen Vaters, dessen Begeisterung fürs Kartfahren auf die Tochter übergesprungen ist. Sie lebt in Spanien und fuhr in den Kartserien auch mit spanischer Lizenz.
Die 16-Jährige lieferte dabei mehr als beachtliche Resultate ab: So kam sie in der Europameisterschaft 2020 auf Rang 17 von 128 Teilnehmer*innen. In der WSK Euro Series war sie Zwölfte unter 63 Piloten.
Ferrari sucht zweite Frau
Das hat Ferrari genau wie ihre Performance in der Ausscheidung beeindruckt. Das Juniorprogramm brachte bisher bereits Jules Bianchi, Charles Leclerc, Antonio Giovinazzi und 2021 auch Mick Schumacher in die Formel 1. Der vollständige Ferrari-Juniorkader für 2021 ist noch nicht bekannt.
Im Jahr 2021 soll es ein neues Ausscheidungsverfahren geben. Die Gewinnerin wird 2022 als zweite Frau in den Juniorkader aufgenommen.
Bisher waren zwei von 767 Piloten in der Weltmeisterschaft Frauen. Maria Teresa de Filippis machte in den 1950er Jahren mit einem privaten Maserati den Anfang. Das beste Ergebnis bei ihren drei Starts war Rang zehn in Belgien 1968. Lella Lombardi, ebenfalls aus Italien, bestritt zwischen 1974 und 1976 sogar zwölf Grands Prix und holte sich als Sechste beim Spanien-GP 1975 sogar einen halben WM-Punkt.
Zwei Frauen bisher in der Formel 1
Drei weitere Frauen versuchten sich vergebens zu qualifizieren: Divina Galica, Desiré Wilson (die aber mit einem Wolf-Ford Cosworth-F1-Rennwagen in der britischen Formel-1-Meisterschaft 1980 ein Rennen gewann) sowie Giovanna Amati 1992 als bisher letzte.
Toto Wolffs Frau Susie bestritt 2015 ein Freitagstraining für Williams. Immerhin zu Testfahrten in der Formel 1 kamen auch Katherine Legge 2005 für Minardi, María de Vilotta 2011 und 2012 für Marussia und Simona de Silvestro 2014 und 2015 bei Sauber. Seit 2017 ist Tatiana Calderón zudem Testfahrerin bei Alfa Romeo.

Fotos: Ferrari

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