Formel 1: Alle Fahrer 2020

Formel 1: Ferrari macht Druck

Neuer Vertrag liegt "in Vettels Händen"

Zwangspause in der Formel 1. Nicht aber hinter den Kulissen. Ferrari spricht mit Vettel über einen neuen Vertrag und macht erstmals richtig Druck auf den Deutschen.
Die Formel 1 befindet sich im Garagenmodus. Statt Gas zu geben stehen die Piloten derzeit auf der Bremse. Doch unabhängig vom aktuellen Status der Rennen gehen die Gespräche hinter den Kulissen weiter. So auch die Vertragsverhandlungen zwischen Ferrari und Sebastian Vettel (32).
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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (50) jedenfalls nutzt die Zwangspause, um Druck zu machen auf den Vierfachweltmeister, dessen roter Vertrag Ende des Jahres ausläuft. Dabei spielt der Italiener jetzt schon auf die Phase an, in der sich die Räder wieder drehen werden in der Königsklasse. Binotto spricht Klartext, wenn es darum geht, wovon die Ferrari-Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier zwischen Vettel und der Scuderia abhängt: "Es liegt in seinen Händen."
Soll heißen: Vettel muss liefern. Binotto spielt den Ball knallhart ins Feld des Deutschen: "Er weiß, dass er es gut machen muss. Es ist ein Schlüsselmoment seiner Karriere, denn was immer er auch macht zum Start der Saison, wird wichtig für die Erneuerung sein." Eine Aussage, die sitzt.

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (50)

2020 ist Vettels sechstes Jahr bei Ferrari, das letzte seines zweiten Vertrages mit den Roten. Der Kontrakt seines Teamkollegen Charles Leclerc war noch vor Weihnachten vorzeitig verlängert worden. Bis 2024. Ein klares Signal, wem die Zukunft bei Ferrari gehört. Und ein Hinweis, dem Binotto mit seiner Ansage nun noch einmal Nachdruck verleiht.
Mehr noch: Der Italiener setzt sogar eine zeitliche Deadline. Binotto: "Es ist wichtig, dass wir uns bald darum kümmern. Es ist für ihn und für uns selbst wichtig, dass wir so früh wie möglich Klarheit haben." 
Allein: Selbst lobende Aussagen klingen aus dem Munde des Ferrari-Rennleiters mittlerweile wie Kritik. "Letztes Jahr war sehr wichtig für ihn", sagt der Italiener über Vettel. "Charles' Leistung hat ihn auf dem falschen Fuß erwischt. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Er weiß jetzt, wo die Messlatte liegt und was er tun muss. Er hat das letzte Jahr damit verbracht, zu verstehen, was falsch lief und sicherzustellen, dass er es dieses Jahr besser macht."
Immerhin: Offenbar kommt Vettel mit dem SF1000 besser klar als mit dem Vorjahresmodell. "Jedenfalls haben die Testfahrten das angedeutet", so Binotto, der dann erneut nachlegt: "Abgesehen davon, ist es eine der besten Fähigkeiten der großen Fahrer, sich ans Auto anpassen zu können und das meiste aus dem vorhandenen Material rauszuholen." Noch ein Satz der klar macht: Die Zeit der Ferrari-Romantik ist endgültig vorbei für Vettel in der Formel 1.

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Autoren: , Ralf Bach

Fotos: Picture Alliance

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