Formel 1: Werksferien vorgezogen

Formel 1: Werksferien vorgezogen

So könnte der neue Kalender aussehen

Der Formel 1 steht das Wasser bis zum Hals. Derzeit wird hinter den Kulissen fieberhaft an einem neuen Kalender gearbeitet.
Der schnellste Sport der Welt ist vom Corona-Virus gestoppt worden. Die Formel-1-Rennen in Australien, Bahrain und Vietnam wurden schon auf unbestimmte Zeit verschoben. Experten gehen davon aus, dass auch die Rennen in Zandvoort, Barcelona und Monaco im Mai nicht stattfinden können.
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Monaco hat zwar zuletzt erneut seinen Willen bekundet, den GP auszutragen. Aber es fehlt die Zeit zum Aufbau der Tribünen. Hintergrund: Leitplanken und Sitzplätze werden von einer italienischen Baufirma installiert. Und die darf derzeit nicht aus Italien ausreisen. Dabei müssten die Arbeiten spätestens jetzt beginnen.

Der Zandvoort-GP könnte am 23. August stattfinden.

Die Formel-1-Macher planen deshalb mit einem Saisonstart in Baku (Aserbaidschan). Bis dahin soll die Sommerpause vorgezogen werden. Am Mittwoch haben die Formel-1-Bosse dafür den Weg freigemacht und die Werksferien sogar auf 21 Tage verlängert. Red Bull hat bereits angekündigt, am 27. März in Urlaub zu gehen. Ferrari macht heute (19.3.) endgültig die Schotten dicht, Alfa Romeo am 23. März.
All das passiert auch, damit die Teams fit sind für den Marathon, der dann ansteht…
19 Rennen in sechs Monaten!
Mit den Rennen in Singapur, Russland, Vietnam und Japan hätte die Königsklasse ihren ersten Quattro-Header.
Für zwei Rennen würde dieser Kalender aber das Aus bedeuten: Monaco und Australien. Beide haben ein Problem: Sie sind Stadtkurse und brauchen entsprechenden Vorlauf, um die öffentlichen Straßen in eine Rennstrecke umzuwandeln. Das dürfte 2020 kurzfristig nicht mehr zu schaffen sein.
Damit wäre es das erste Mal seit 1954, dass es keinen Grand Prix im Fürstentum gibt. Ein Rennen in China steht nach der Absage nicht zur Debatte.

Autoren: , Ralf Bach

Fotos: Picture Alliance

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