Formel 1: Ferrari ohne Spaß in Spa

Formel 1: Ferrari ohne Spaß in Spa

Vettel: Stift dabei, aber nicht für Unterschrift

Ferrari dürfte am Wochenende auf den langen Geraden beim Belgien-GP in Spa-Francorchamps hinterherfahren. Warten auf Vettels Vertragsunterschrift.
Es ist nur ein beziehungsweise zwei Jahre her, aber es wirkt wie die Erinnerung an eine längst vergangene Zeit. Im vergangenen Jahr fuhr Ferrari-Pilot Charles Leclerc der Konkurrenz auf den beiden Hochgeschwindigkeits-Strecken in Spa und Monza auf und davon. Ein Jahr zuvor überholte Sebastian Vettel den Mercedes von Lewis Hamilton auf der langen Kemmel-Geraden der Ardennen-Achterbahn mühelos. Doch in diesem Jahr dürfte Spa für Ferrari alles andere werden als ein Spaß…
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Grund: Der Antrieb der roten Renner musste nach dem geheimen Deal mit der FIA und entsprechenden technischen Direktiven zurückgerüstet werden, gilt mittlerweile als der schlechteste im Feld.
„Für Ferrari erwarte ich in Spa-Francorchamps ein ganz schwieriges Rennen“, analyisert Sky-Experte Nick Heidfeld deshalb gnadenlos. „Hochgeschwindigkeit und Ferrari: Das passt momentan gar nicht zusammen. Dafür ist der aktuelle Motor viel zu schwach. Auch im darauffolgenden Rennen in Monza müssen Fans von Sebastian Vettel ganz tapfer sein. Denn das ist ebenfalls eine Power-Strecke. Die nähere Zukunft verspricht also leider nichts Gutes für die Scuderia.“

Ferrari dürfte auf den langen Geraden in Spa hinterherfahren

Das bestätigt sogar Vorjahressieger Leclerc: „Es wird hart werden, was unsere Leistung angeht. Wir haben nicht das gleiche Leistungs-Level, das wir noch 2019 hatten.“
Letzte Hoffnung für Ferrari: eine nasse Strecke, die die Schwäche verwässert. Dazu passt: Derzeit ist für die drei Tage im Formel-1-Spa Dauerregen vorhergesagt.
Doch für Vettel-Fans ist ohnehin viel wichtiger, was neben der Strecke passiert als darauf. Die italienische Gazzetta dello Sport hatte zuletzt berichtet, der Deutsche werde beim Belgien-GP den Vertrag mit Aston Martin (Noch-Racing-Point) unterschreiben. Nach Informationen von AUTO BILD Motorsport stimmt das nicht. Vettel selbst bestätigt: „Es gibt keine Updates zu meiner Zukunft. Ihr könnt einfach meine Antworten vom letzten Rennen kopieren.“
Auch die Fangfrage nach einem Stift für die Vertragsunterzeichnung kontert der Deutsche cool: „Ich habe viele Stifte bei mir, aber keinen, um etwas Spezifisches zu unterschreiben.“
Bereits rund um die GP in Silverstone und Barcelona hatte ABMS berichtet: Sergio Perez hat seine Position bei Racing Point durch eine weitere Finanzspritze seiner mexikanischen Unterstützer gefestigt. Entsprechend selbstbewusst gibt er sich auch in Belgien: „Ich erwarte keinen Wechsel. Vom Team bekomme ich das Feedback, dass wir zusammen weitermachen wollen.“
Bleibt für Vettel nur, sich weiter mit Leistung zu empfehlen. Platz sieben nach einer strategischen Meisterleistung mit nur einem Boxenstopp war vor zwei Wochen in Spanien ein Anfang.
Der Vierfach-Weltmeister baut weiter auch auf die Unterstützung von Ferrari. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Jungs in meiner Garage und ich sehen es als Zeichen des Respekts, alles zu geben, was in mir steckt. Wir hatten zusammen schwierige aber auch erfolgreiche Momente. Alles geht irgendwann zu Ende. Ich versuche die letzten Rennen zu genießen.“
Elfmal wird Vettel am Sonntag noch in seinen Ferrari steigen. Auf den langen Geraden von Spa und Monza wird er trotz der guten Erinnerungen aber keinen Spaß haben.

Autoren: , Ralf Bach

Fotos: Ferrari

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