Formel 1 : Ferrari ohne Vettel
Binotto verrät: So hat er Vettel gefeuert

Der GP in der Emilia Romagna wird Ferraris drittes Heimrennen. Im Fokus erneut: Sebastian Vettel und die Hintergründe der Trennung
Bild: Ferrari
Die Ehe zwischen Sebastian Vettel und Ferrari wird geschieden – das ist mittlerweile klar. Doch Teamchef Mattia Binotto verrät jetzt, wie er die Scheidung vom viermaligen Weltmeister eingereicht hat. Binotto vorm GP der Emilia Romagna in Imola bei Sky Italia: „Bevor ich Seb angerufen habe, habe ich innerlich dreimal wiederholt, was ich sage und wie ich es ihm sage. Die Entscheidung gegen ihn war nicht leicht, weil wir ihn als Mensch lieben, dafür, wie er sich verhält und was er dem Team all die Jahre gegeben hat.“
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Der Italiener berichtet auch von Vettels Reaktion: „Er hat nicht aufgelegt. Er ist sehr intelligent und ein wunderbarer Mensch. Er ist nie negativ, immer proaktiv und eine Person, die man respektieren muss. Aber es kommt die Zeit, wenn man hinsichtlich der Zukunft Entscheidungen treffen und rationale Argumente zulassen muss.“

Mattia Binotto
Bild: Ferrari
Dabei scheinen die Daten keine Unterstützung zu sein. Denn Binotto erklärt: „Wir sprechen hier nicht von großen Unterschieden oder Zahlen. Es sind immer ein paar Hundertstel pro Kurve oder beim Bremsen und die summieren sich. Es geht darum, den Grip zu spüren und das Potential des Autos auszuschöpfen. Es ist unsere Aufgabe und Pflicht ihm zu helfen. Die Daten zeigen jedenfalls keine großen Unterschiede.“
2021 wird Carlos Sainz anstelle von Vettel im zweiten Ferrari sitzen – und hoffen, dass die Scuderia den Anschluss an die Spitze findet. Genau wie Louis Camilleri: "Ich bin davon überzeugt, dass wir über alle Elemente verfügen, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Leider wird das nicht sofort passieren", sagt der Ferrari-Präsident der Gazetta dello Sport: "In der Formel 1 braucht man Zeit, um Zeit zu gewinnen. Zeit ist der wahre Feind, gegen den wir Tag und Nacht kämpfen."
Als Vorbild nennt der 65-Jährige Mercedes: "Mercedes hat Talent und Ressourcen, aber das wesentliche Element des Erfolgs, das uns leider bisher gefehlt hat, sind Stabilität und Ausgewogenheit, die den Teamgeist und die Kreativität stärken."
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