Formel 1: Ferrari-Podium beim Heimspiel
Vettel: „Einen auf die Mütze gekriegt“

Balsam auf die geschundene Seele der Ferrari-Fans: Sebastian Vettel schaffte es in Monza als Dritter auf das Podium. Trotzdem hat die Scuderia Luft nach oben.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Nico Rosberg sprach Millionen Italienern aus dem Herzen, als er im Raum hinter dem Podium nach Rennende Sebastian Vettel zur Seite nahm und ihm sagte: „Einer der wenigen Tage, wo ich mir gewünscht hätte, dass ihr schneller seid.“ Natürlich verfolgte Rosberg dabei eigennützige Interessen im WM-Kampf mit Lewis Hamilton, hätte die Roten gerne als Puffer zwischen sich und dem Briten gehabt. Doch „dafür hat uns einfach der Speed gefehlt“, meinte Vettel mit Blick auf die unschlagbaren Silberpfeile. Platz drei vor Teamkollege Kimi Räikkönen war am Sonntag in Italien das Maximum, wie er betonte.

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Einen auf die Mütze bekam der Scuderia-Star auch schon vor dem Rennen – und zwar ausgerechnet vom größten Konkurrenten. Mercedes-Aufsichtsratchef Niki Lauda polterte in der 'Welt am Sonntag', dass Vettel der Rolle „nicht gerecht wird, die er selbst von sich und die Ferrari von ihm erwartet“. Lauda glaubt sogar, dass „Sebastian schwächelt“. Direkt antwortete der Deutsche nicht auf die Kritik, legte aber seine Sichtweise des Langzeitplans Ferrari dar: „Unsere Mission ist ja noch nicht zu Ende, es ist erst der Anfang“, erklärte Vettel und fügte hinzu: „Ich bin sicher: Ferrari kommt zurück!“

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