Es war ein Kampf auf Messers Schneide: Mehrmals wechselte die Führung, bis am Ende Weltmeister Max Verstappen (24) knapp vor Ferrari-Protagonist Charles Leclerc (24) seinen ersten Saisonsieg sichern konnte. Zumindest sportlich war der ansonsten extrem umstrittene Große Preis von Saudi-Arabien ein Hingucker.
Er zeigte auch den Trend, der sich in dieser Saison abzeichnet. Es gibt einen engen Kampf zwischen Verstappen und Leclerc, zwischen Ferrari und Red Bull. War im letzten Jahr noch Mercedes-Superstar Lewis Hamilton der Rivale des begnadet talentierten Niederländers, so scheint es dieses Jahr der ebenfalls hochbegabte Monegasse Leclerc zu sein.
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Dabei kämpfen beide mit nahezu gleichen Waffen. Sky-Experte Ralf Schumacher schwärmt bei ABMS: „Es ist schon lange her, dass zwei Teams so auf Augenhöhe kämpfen“, so der Ex-Formel-1-Pilot. „Das letzte Mal war es 2010. Auch damals ging es zwischen Red Bull und Ferrari".
Was der sechsfache GP-Sieger meint: 2010 wurde die WM erst im letzten Rennen in Abu Dhabi entschieden. Drei Fahrer hatten damals noch realistische Chancen auf den Titel. Ferrari-Star Fernando Alonso und die beiden Red Bull-Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel. In einem dramatischen Rennen gewann der Deutsche das Rennen und seinen ersten von vier Titeln.
Das Duell des Jahres 2022 lautet Ferrari gegen Red Bull, Charles Leclerc gegen Max Verstappen.

Nach zwei von 23 Rennen führt Leclerc die WM nun mit 45 Punkten vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz (33) an. Verstappen folgt mit 25 Zählern. Ohne dessen technisch bedingten Ausfall beim Debütrennen in Bahrain wären die beiden Konkurrenten indes fast gleich auf. „Das hat uns hart getroffen“, sagt Helmut Marko zu ABMS, „aber es noch genügend Zeit, die Führung zurückzuerobern. Saudi-Arabien war erst der Anfang.“
Grundsätzlich sei Ferrari ein Gegner auf Augenhöhe: Marko: „Ferrari hat ein extrem kompaktes Auto, das immer schnell ist: In langsamen Kurven, in schnellen, auf der Geraden. Egal mit welchen Reifen, egal bei welchen Temperaturen. Ein großer Gegner“, so der Grazer. Der Red Bull sei vielleicht einen Tick schneller und filigraner, „aber“, so Marko, „unser Auto ist schwieriger abzustimmen als der Ferrari. Wenn nicht alles passt, wird es eng.“
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Die Weiterentwicklung sei laut Ralf Schumacher am Ende der Schlüssel zum Erfolg: „Die Autos, die nach einem völlig neuen Reglement gebaut wurden, stehen noch relativ am Anfang ihrer Entwicklung. Ich glaube, Ferrari ist da im Moment schon am weitesten. Red Bull ist aber ein Meister darin, ein Auto im Laufe einer Saison schneller zu machen. Da muss Ferrari dagegenhalten, sonst wird es schwierig mit dem Titel. Ich denke aber, sie wissen das.“
Dazu passt: Red Bull kündigt schon für das übernächste Rennen, den Europa-Auftakt in Imola, ein großes Update-Paket an. Allein: Es ist schwer vorstellbar, dass nicht auch Ferrari bei ihrem Heimrennen ihrer wiedererstarkten roten Göttin mit neuen Teilen eine Frischzellenkur verpassen wird. Es bleibt spannend...

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Von

Ralf Bach