Formel 1: Ferrari rüstet nach
Sieg dank Nachtarbeit im Simulator?

Im engen WM-Kampf schaut die FIA genau hin bei der Technik. Vor allem Ferrari musste zuletzt nachbessern, nun kann das den Roten aber sogar helfen.
Bild: Paolo Filisetti / Picture-Alliance
Ferrari gibt alles, um Mercedes im WM-Duell auf Trab zu halten. In Ungarn half nun sogar Testfahrer Antonio Giovinazzi mit Nachtarbeit aus! Der Italiener wurde am Freitag zurück in die Fabrik nach Maranello geschickt, um im Simulator eine bessere Abstimmung herauszufahren. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene lobt im italienischen TV: "Damit hat er entscheidenden Anteil an der Pole-Position. Wir haben bis in die Nacht hineingearbeitet, um die richtige Balance zu finden." Dazu kommt: Die Hitze und die enge und kurvige Streckenführung des Hungaroring kommen Ferrari entgegen. Schon in Monaco beruhte der Sieg auf dieser Kombination. Klappt das heute auch in Budapest?

Ferrari-Testfahrer Antonio Giovinazzi leistete Vorarbeit
In Österreich ließ die FIA erneut die Muskeln spielen. Das heißt: Seit Spielberg werden die Unterböden einem genaueren Test unterzogen. Über die gesamte Länge wird der Boden mit je zwei Kilogramm schweren Gewichten belastet und darf sich nur um einen Zentimeter verbiegen. Unter anderem Ferrari ist durchgefallen. Die Kanten neigten sich zu stark zur Straße hin, um den Boden abzudichten und den Abtrieb zu erhöhen. Konsequenz: Die Scuderia musste nachbessern - ähnlich wie Red Bull und Renault. An der entsprechenden Stelle befinden sich nun zwei Metallverstärkungen.

Sebastian Vettel gibt im Training zum Ungarn GP Gas
Damit aber nicht genug. Die Scuderia brachte zudem neue seitliche Luftabweiser mit dreigeteilten Flaps und verbesserte den Bereich am Splitter vor dem Unterboden. Maßnahmen, die zeigen: Ferrari hält mit Mercedes' Entwicklungstempo mit und setzt alles daran, Vettel in diesem Jahr zum Weltmeister zu machen.
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