Formel 1: Ferrari-Teamchefs - Todt überragt alle

Formel 1: Ferrari SF1000

Bei diesen 27 Rennen fehlte Ferrari

Die Bezeichnung des neuen Ferrari ist ein erster Fingerzeig auf ein Jubiläum: 2020 wird Ferrari das 1000. Formel-1-Rennen bestreiten. Bei 27 Grands Prix fehlte man.
Der Name des neuen Ferrari gibt Rätsel auf: SF1000. SF steht für Scuderia Ferrari, die Zahl 1000 für das 1000. WM-Rennen, das Ferrari 2020 bestreiten wird. Doch die Formel 1 feierte schon 2019 in China den 1000. Grand Prix. Und Ferrari war doch schon von Anfang an und immer dabei? Wieso feiert Ferrari also erst ein Jahr später ihr Jubiläum?
Alle Infos zum 1000. Grand Prix: hier klicken
Es geht schon damit los, dass Ferrari gar nicht von Anfang an dabei war. Beim ersten WM-Rennen aller Zeiten 1950 in Silverstone glänzte Ferrari nämlich mit Abwesenheit! Enzo Ferrari wusste, dass seine Scuderia gegen die dominierenden Alfa-Romeo-Rennwagen keine Chance hatte und nahm die Reise nach England gar nicht erst auf.
Aber Ferrari fehlte bei weiteren 26 oder 27 Rennen – je nach Zählweise kommt die Scuderia nämlich auf 990 oder 991 Grands Prix. Die Differenz ergibt sich aus dem Frankreich-GP 1950. Damals war Ferrari ebenfalls nicht als Team dabei, sehr wohl aber mit einem Fahrzeug: Peter Whitehead setzte privat einen Ferrari ein und kam damit immerhin auf Rang drei.

John Surtees fuhr in Mexiko 1964 einen blauen Ferrari

Bei welchen Rennen also fehlte Ferrari – und warum? Zehn Rennen sind leicht erklärt: Von 1950 bis 1960 gehörte auch das Indy 500 zur Weltmeisterschaft. Wie auch heute war es schon damals aber kein Formel-1-Rennen, sondern ein Event der IndyCar-Serie. Kaum ein Formel-1-Fahrer nahm also am Indy 500 teil. Ferrari zeigte immerhin guten Willen und fuhr 1952 beim Indy 500 mit. Alberto Ascari schied aber mit Motorschaden aus.
Oft blieb Ferrari auch bei Rennen fern, wenn sie wussten, sie stehen sportlich mit dem Rücken zur Wand. Vor allem die Strapazen von Überseereisen nahm die Scuderia daher nicht auf. Das war etwa beim USA-GP 1960, 1961 und 1962 der Fall, beim GP in Südafrika 1962 und 1967 (damals fand das Rennen schon am 2. Januar statt – Ferrari war schlicht noch nicht fertig) und beim Mexiko-GP 1966.

Der blaue Ferrari

Ein besonderer Fall war die Abwesenheit bei den Grands Prix der USA und von Mexiko 1964. Damals lag Ferrari mit der Sportbehörde im Clinch, weil sie einen Le-Mans-Rennwagen der Italiener nicht homologieren wollte. Also streikte man bei den beiden Formel-1-Rennen. Zwar starteten die Fahrer mit ihrem Ferrari, aber die Nennung lief unter dem US-Team NART und die Ferrari wurden statt in roter in blau-weißer Farbe lackiert. John Surtees holte sich den WM-Titel – aber in einem blauen Ferrari!
Drei Mal konnte Ferrari nicht fahren, weil in Italien gestreikt wurde: in Großbritannien 1959, Frankreich 1962 und Großbritannien 1966.
Beim Deutschland-GP 1969 fehlte Ferrari, weil das Team bis dahin gerade mal sieben WM-Punkte hatteund sich daher vor dem Heimrennen in Monza eine schöpferische Pause gönnte. Aus demselben Grund fehlte Ferrari bei den GP der Niederlande und in Deutschland 1973.
Die bisher letzten zwei Nichtteilnahmen waren die Folge von schweren Unfällen. Beim Österreich-GP 1976 fehlte Ferrari, weil Niki Lauda zuvor am Nürburgring bei seinem fürchterlichen Feuerunfall schwer verletzt wurde. Und vom Belgien-GP 1982 zog sich Ferrari zurück, weil Gilles Villeneuve im Qualifying tödlich verunglückte.

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Fotos: Picture Alliance; E. van Nes/Flickr

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