Formel 1: Ferraris spezieller Podiumsgruß
Schon Schumi fuhr Mechaniker um!

Ferraris Boxen-Drama in Bahrain: Nicht das erste für die Scuderia und für Kimi Räikkönen - selbst Michael Schumacher erwischte es schon.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Sebastian Vettels Sieg in Bahrain war ein besonders emotionaler für Ferrari: Vor allem wegen der Sorge um den Mechaniker, der sich beim Boxenstopp-Drama um Kimi Räikkönen in Runde 36 das Bein brach.
"Dieser Sieg ist für Francesco! Komm bald wieder!", erklärte das Team in einer Pressemitteilung nach dem Rennen. Schon kurz zuvor war manchem Beobachter eine spezielle Geste der Scuderia aufgefallen: "Wir haben uns entschieden, einen unserer Mechaniker mit aufs Podest zu schicken, um so unseren Respekt für unseren Kollegen Francesco auszudrücken, der sich beim Boxenstopp von Kimi verletzt hat", erklärte Teamchef Maurizio Arrivabene. "Das ganze Team hofft, dass er schnell wieder auf die Beine kommt."

Ferrari-Urgestein Timpini arbeitete schon mit Schumi
Timpinis Geschichte ist aber auch deshalb besonders, weil er selbst erst durch einen vergleichbaren Zwischenfall in Ferraris Boxenmannschaft rotierte: 2000 beim Spanien GP in Barcelona riss Michael Schumacher Tankwart Nigel Stepney mit (siehe Video unten). Auch Stepney, der 2014 bei einem Autounfall ums Leben kam, brach sich damals das Bein. Und wurde beim folgenden Rennen am Nürburgring durch Timpini ersetzt.
Und die Moral von der Geschichte: Ferraris Mechaniker leben seit jeher gefährlich - zumeist geht es aber glücklicherweise glimpflich aus. So wie beim tapferen Francesco, der nach überstandener OP am Montag schon wieder fröhlich von seinem Krankenbett aus grüßte:
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