Sebastian Vettel hat Recht: Ferrari tut alles, um den Rückstand auf Mercedes zu verkleinern. Selbst in vermeintlich unwichtigen Bereichen entwickelt die Scuderia Technikkniffe, um Schritt für Schritt Boden gutzumachen auf die Spitze.
Eine besonderes interessante Entwicklung: die asymmetrisch belüfteten Bremstrommeln. Damit will Ferrari den Reifendruck kontrollieren – obwohl es mittlerweile verboten ist die Felgen vorm Start aufzuheizen und den Luftdruck während der Fahrt mit cleverer Kühlung zu senken.
Vettel
Ferrari arbeitet weiter an der Reifen-Performance
Ferraris aktueller Trick im Detail: Die kurveninneren Reifen werden weniger belastet als die kurvenäußeren Pneus. Folge: Sie werden weniger heiß, der Luftdruck sinkt – und verändert sich vor allem im Vergleich zum kurvenäußeren Rad. Das wiederum verschlechtert die Balance.
Um diesem Phänomen auf Rennstrecken, auf denen ein Kurventyp überwiegt, gegenzusteuern, belüftet Ferrari nur die kurvenäußere Bremstrommel und kühlt so den kurvenäußeren Reifen ab. Luftdruck und Balance bleiben gleich.
Diese eigentlich eher banale Entwicklung zeigt: Ferrari versucht jedes Detail zu perfektionieren, um den Kritikern zu zeigen, dass es vorwärts geht.