Die FIA zieht die Zügel straff! Tricksereien mit flexiblen Flügeln werden ab dem Großen Preis von Singapur stärker überprüft und entsprechend geahndet. Das geht aus der Technischen Direktive TD018 hervor, die der Automobilweltverband vor dem GP der Niederlande an die Teams verschickt hat.
Demnach glaubt die FIA, dass einige Teams „Bereiche mit absichtlich konstruierter lokaler Nachgiebigkeit“ sowie „Relativbewegungen zwischen benachbarten Komponenten“ nutzen, um ihre aerodynamische Effizienz zu steigern. Doch flexible Flügel verstoßen gegen Artikel 3.2.2 des Technischen Reglements. Er schreibt vor, dass alle Aero-Elemente „starr befestigt und unbeweglich“ sein müssen.
Hat Aston Martin mit flexiblen Flügeln getrickst?
Offenbar tricksen einige Teams mal wieder mit flexiblen Flügeln.
Bild: Aston Martin
Einige Teams haben diese Regel zum Saisonstart offenbar etwas eigensinnig interpretiert. Wie jetzt rauskam, haben die Regelhüter deshalb bereits zum GP Aserbaidschan Alarm geschlagen und die Teams aufgefordert, entsprechende Konstruktionen einzupacken. Brisant: Eines der Teams soll Aston Martin gewesen sein. Dafür spricht die starke Leistung Fernando Alonsos zu Saisonbeginn.
Ab dem Rennen in Singapur schiebt die FIA entsprechenden Tricksereien endgültig einen Riegel vor. Sie vermutet, dass die Elemente des Front- und oder Heckflügels sich so verbiegen und rotieren, dass die Regelhüter das bei den klassischen Belastungstests nicht erkennen können. Deshalb müssen die Teams ab dem nächsten GP in Singapur (17. September) Montagezeichnungen und Querschnitte vorlegen, die die Befestigung der vorderen Flügelelemente an der Nase sowie der hinteren Flügelelemente an den Endplatten und der hinteren Aufprallstruktur zeigen.
So will die FIA bereits anhand der technischen Zeichnungen erkennen, ob eine Konstruktion Tricksereien erlaubt oder den Regeln entspricht. Laut Motorsport.com müssen die Teams ihre technischen Zeichnungen bis 8. September einreichen. Der GP Italien in Monza an diesem Wochenende ist davon also noch nicht betroffen.