Formel 1: Finale Sao Paulo 2012
Vettel wieder Weltmeister

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Sebastian Vettel genügte beim Formel-1-Finale in Sao Paulo Platz sechs, um seinen dritten Weltmeistertitel zu gewinnen. Fernando Alonso wurde Zweiter hinter Jenson Button.
(dpa) Sebastian Vettel hat im unfassbaren Formel 1-Finale von Sao Paulo mit unglaublicher Nervenstärke im demolierten Red Bull den historischen WM-Hattrick perfekt gemacht. Der Heppenheimer ließ sich auch von einem Unfall nach wenigen Metern und dem letzten Platz nicht bremsen und läutete beim Abschiedsrennen von Rekordweltmeister Michael Schumacher endgültig eine neue Ära ein. Vettel holte als Sechster beim Großen Preis von Brasilien am Sonntag (25. November 2012) die nötigen Punkte, um seinen bärenstarken Widersacher Fernando Alonso im denkwürdigen Zitterrennen von Interlagos in Schach zu halten. Dem Spanier reichte Platz zwei nicht, um die 14 Punkte Rückstand auf Vettel aufzuholen.

Ein sechster Platz reichte Sebastian Vettel zum dritten WM-Titel in Folge. Die Freude über den Triumph war riesig.
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Alonso schaffte erneut einen Blitzstart
Die Dramatik begann, als die rote Ampel den Weg für das Finale furiose frei machte. Unmittelbar zuvor hatte Vettel noch auf "business as usual" zu machen versucht: "Heute ist das letzte, sonst unterscheidet sich das Rennen nicht von den anderen." Was dann aber in den ersten der insgesamt 71 Runden im Autodromo Carlos Pace passierte, hatte Seltenheitswert. Vettel kam schlecht von seinem vierten Startplatz weg. Im Gegensatz zu Verfolger Alonso, der sich von Platz sieben auf den dritten Rang hinter Pole-Mann Hamilton und dessen Teamkollegen Button katapultierte.
Zitterpartie für Sebastian Vettel

Gemischte Stimmung auf dem Podium: ein glücklicher Sieger Button, den Ferrari-Fahrern Alonso (links) und Massa (rechts) stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
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Für Vettel, dessen Wagen auf der Höhe des Auspuffs auf der linken Seite demoliert war, begann die Aufholjagd zum Titel. Wie bei seiner famosen Fahrt in Abu Dhabi rollte er das Feld auf leicht feuchter Strecke von hinten auf. Von der Box kam die Beruhigung: Mit deinem Wagen ist alles okay. Und schon in Runde fünf wendete sich das Blatt zu seinen Gunsten. Alonso hatte sich verbremst und musste seinen dritten Rang wieder abgeben. Derweil rammte aber der Japaner Kamui Kobayasi in seinem letzten Sauber-Auftritt Vettels Teamkollegen Mark Webber – Glück für Alonso, der dadurch wieder vorrückte.
Hülkenberg sorgte für Furore

Gekämpft und doch verloren: Fernando Alonso gab im Ferrari alles. Am Ende war der zweite Platz dennoch zu wenig.
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Dann klagte auf einmal Alonso: "Da liegen zu viele Teile auf der Strecke." Nico Rosberg hatte es zu spüren bekommen, er fuhr über ein Karossiere-Bruchstück und holte sich im Mercedes einen Platten. Die Rennleitung reagierte und schickte das Safety-Car auf die Strecke. Kaum war sie wieder freigegeben, drohte Vettel zwischen Kobayashi und Webber zerquetscht zu werden. Webber wich aus, Kobayashi raste aber an Vettel vorbei.
Ein hauchdünner Punktevorsprung reichte zum WM-Titel
Dann gab Hülkenberg dem Rennen eine neue Wende: Er crashte in den Wagen von Hamilton. Hamilton fiel hinter Alonso zurück, der Spanier war auf WM-Kurs. Es wurde nasser und noch rasanter. Vettel reagierte, aber die Boxencrew bekam das rechte Vorderrad nicht schnell genug drauf. Vettel verlor weitere Sekunden. Auch Alonso wechselte und reihte sich als Vierter wieder ein. Elf Runden vor Schluss – längst war bei Vettel auch noch der Funk ausgefallen – fuhr die WM-Trophäe wieder bei dem Hessen mit. Er lag auf Rang sieben, Alonso auf dem dritten Platz, ehe ihn aber Massa vorbeiließ. Vettel überholte kurz danach Schumacher, und nach einem weiteren Unfall musste das Safety Car raus. Überholen war damit unmöglich. Und Vettel hatte es nach 309,505 Kilometern geschafft.
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