Formel 1: Force India auf Erfolgskurs
"Spa und Monza keine Eintagsfliegen"

Force India überraschte in Spa und Monza mit unbekannter Stärke. Force-India- Geschäftsführer Simon Roberts erklärt im Interview mit autobildmotorsport.de das indische Wunder.
autobildmotorsport.de: Herr Roberts, was steckt hinter dem indischen Wunder von Force India?
Keine Hexerei. Zunächst haben wir dafür gesorgt, dass unsere Autos zuverlässig sind. Das war das Wichtigste. Offensichtlich sind wir ein sehr kleines Team. Deshalb müssen wir überlegt mit unseren Ressourcen umgehen. Wir haben uns also dazu entschieden, während der Saison mehrere Aerodynamik-Pakete zu bringen, statt zu jedem Rennen wenige neue Teile. Die großen Teams machen das anders, können es sich aber auch leisten. Dennoch waren wir ziemlich glücklich. Denn jedes einzelne dieser Pakete hat funktioniert.
ABMS.de: Wie viele Upgrades hatten Sie?
Jeweils eins in Bahrain, Silverstone, Valencia und das letzte in Singapur. Das beinhaltete jeweils neue Front- und Heckflügel, eine neue Karosserie und einen neuen Unterboden. Also fast ein neues Auto.
Keine Hexerei. Zunächst haben wir dafür gesorgt, dass unsere Autos zuverlässig sind. Das war das Wichtigste. Offensichtlich sind wir ein sehr kleines Team. Deshalb müssen wir überlegt mit unseren Ressourcen umgehen. Wir haben uns also dazu entschieden, während der Saison mehrere Aerodynamik-Pakete zu bringen, statt zu jedem Rennen wenige neue Teile. Die großen Teams machen das anders, können es sich aber auch leisten. Dennoch waren wir ziemlich glücklich. Denn jedes einzelne dieser Pakete hat funktioniert.
ABMS.de: Wie viele Upgrades hatten Sie?
Jeweils eins in Bahrain, Silverstone, Valencia und das letzte in Singapur. Das beinhaltete jeweils neue Front- und Heckflügel, eine neue Karosserie und einen neuen Unterboden. Also fast ein neues Auto.
"Sehr, sehr effizientes Auto"

Die ganze Saison schon sind wir auf den Geraden extrem schnell. Wir haben also ein sehr effizientes und windschlüpfriges Auto. Das war aber keine Absicht, sondern hat sich bei der Entwicklung einfach so ergeben. In den letzten Jahren war genau das eigentlich immer unser Problem: ein zu klobiges Auto mit zu viel Luftwiderstand. Und nachdem der Doppeldiffusor für legal erklärt wurde, haben wir ihn in Bahrain ziemlich schnell ans Auto gebaut. Denn die Idee hatten wir schon viel früher. Wir waren uns nur nicht sicher, ob der Diffusor erlaubt sein würde. Als wir ihn dann endlich nutzen durften, brachte das noch mehr Abtrieb. Aber eben keinen für die Höchstgeschwindigkeit ineffizienten Abtrieb, weil der Doppeldiffusor kaum Luftwiderstand bietet.
ABMS.de: Welchen Vorteil bringt die Kooperation mit McLaren-Mercedes?
Wir konnten uns ganz auf das Chassis und die Aerodynamik konzentrieren. Wir haben nicht eine Sekunde unserer Zeit für den Motor, das Getriebe, die Hydraulik oder die Lenkung verschwenden müssen. Auch bei den Rennen kümmern sich McLaren-Leute um die Wartung von Motor und Getriebe. Das sind gute Teile, die perfekt funktionieren. In allen anderen Bereichen sind wir komplett unabhängig. Die Aerodynamikentwicklung liegt ganz und gar in unseren eigenen Händen. Dafür haben wir in zwei Windkanälen gearbeitet – in dem von Aerolab und in unserem eigenen. Einen nutzen wir, um das Konzept zu verstehen. In dem anderen entwickeln wir die einzelnen Teile.
Sutil ist ein fantastischer Fahrer

Wir sind sehr, sehr zufrieden. Wir wissen schon lange, dass er ein fantastischer Fahrer ist. Jetzt können wir ihm endlich die Möglichkeiten geben, das umzusetzen. Er hat so hart trainiert, arbeitet so gut mit den Ingenieuren. Außerdem haben wir ein Programm mit ihm und seinem Manager umgesetzt, das seine Leistung gesteigert hat. Er ist Teil des Pakets: Auto, Team, Fahrer.
ABMS.de: Wie sah dieses Programm aus?
Wir haben sichergestellt, dass er richtig trainiert und sich im Simulator auf die Rennen vorbereiten kann.
"Jede Menge Abtrieb für Singapur"
ABMS.de: Was zeichnet ihn besonders aus?
Er pusht immer extrem hart. Ihn musst du nie antreiben, er ist immer motiviert. Außerdem ist er in den letzten Jahren erwachsen geworden, hat eine sehr ausgeglichene Sichtweise der Dinge. Aber alles steht und fällt mir dem Selbstvertrauen. Hat er Vertrauen ins Auto, ist er schnell. Und dieses Auto ist einfach sehr gutmütig. Adrian pusht, das Auto antwortet. Das ist das Geheimnis.
Adrians Vertrag läuft aus. Es gibt eine beidseitige Option. Würden Sie ihn gerne behalten?
Uns gefällt wirklich, was er tut. Er macht einen großartigen Job. Es wäre gut für ihn und gut für das Team, wenn er bleiben würde.
ABMS.de: Was erwarten Sie vom nächsten Rennen in Singapur?
Bisher waren wir zwar besonders stark auf den Hochgeschwindigkeitskursen. Aber wir haben auch jede Menge Abtrieb für den Stadtkurs in Singapur. Außerdem bringen wir noch ein neues Aerodynamikpaket. Das sollte helfen. Suzuka ähnelt sehr Spa. Da sollten wir auch wieder stark sein. Spa und Monza waren also keine Eintagsfliegen.
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