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Formel 1: Frieden mit der FOM

Kleine Teams ziehen EU-Beschwerde zurück

Force India und Sauber haben ihre Beschwerde gegen die ungerechte Geldverteilung in der Formel 1 zurückgezogen. Die Gründe.
Jahrelang war es DAS Aufregerthema für die kleinen Teams: die ungerechte Verteilung der Preisgelder. Doch ein Jahr nach Übernahme der Geschäfte in der Königsklasse durch Liberty Media haben sich die neuen Eigentümer offenbar schon einen Vertrauensvorschuss erarbeitet. Anders ist es nicht zu erklären, dass Sauber und Force India ihre formale Beschwerde bei der EU gemeinschaftlich zurückgezogen haben.

Chase Carey ist seit letzter Saison neuer Formel-1-Boss

„Die Gespräche mit der neuen F1-Führung um Geschäftsführer Chase Carey haben uns neue Hoffnung gegeben. Ihre Herangehensweise hat eine neue Kultur der Transparenz in den Sport gebracht und zeigt die Bereitschaft, noch einmal über grundlegende Themen wie die Verteilung der Preisgelder, die Kostenkontrolle und das Motoren-Reglement zu diskutieren“, heißt es in der Mitteilung. „Die gerechte und faire Haltung, die uns in den Verhandlungen mit dem neuen F1-Management über die Probleme aller Teams entgegengebracht wurde, hat uns zu diesem Schritt ermutigt. Auch wenn wir nach wie vor der Meinung sind, dass unsere Sorgen, die zu der Beschwerde geführt haben, völlig berechtigt waren, glauben wir nun daran, dass der neue Ansatz uns die nötige Sicherheit gibt, dass unsere Bedenken sachlich untersucht werden. Wir ziehen es vor, die Probleme unseres Sports durch gemeinsame Gespräche und nicht durch einen Rechtsstreit zu klären.“
Spätestens für 2021 müssen die neuen Eigner einen veränderten Einnahmenverteilungsschlüssel festlegen. Dann läuft das aktuelle Concorde Agreement ab. Bernie Ecclestone hatte entsprechenden Wünschen der kleineren Teams immer wieder eine Absage erteilt. Deshalb waren Sauber und Force India 2015 vor Gericht gezogen, um die Wettbewerbshüter der EU entscheiden zu lassen. Ein entsprechender Prozess bleibt nun aus.
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Liberty Media plant neben einer gerechteren Verteilung der Einnahmen auch einen Budgetdeckel. Doch die großen Teams wie Ferrari und Mercedes wehren sich noch dagegen, auf ihre Privilegien verzichten zu müssen. Sie bekommen teilweise über 100 Millionen Euro mehr als ein Hinterbänklerteam. Die kleineren Mannschaften und auch Red Bull stehen deshalb auf der Seite der Formel-1-Macher – und das nun auch ganz offiziell.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-alliance

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