Formel 1: Galerie - Russland GP
Red Bull mit Windschutzscheibe!

Red Bull sorgt für Aufregung beim Großen Preis von Russland: AUTO BILD MOTORSPORT zeigt die ersten Bilder von der neuen Windschutzscheibe des Teams.
Bild: Getty Images / Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Aufregung im Fahrerlager beim Russland Grand Prix in Sotschi: Red Bull präsentierte der Weltöffentlichkeit erstmals die vom Team favorisierte Sicherheitslösung mit Windschutzscheibe! Fahrer Daniel Ricciardo nahm am Donnerstag unter den kritischen Augen von FIA-Renndirektor Charlie Whiting erst zur Sitzprobe im Cockpit Platz - im ersten Training am Freitag drehte er mit der Konstruktion dann auch eine Runde auf der Strecke.
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Gewöhnungsbedürftig: Die neue Scheibe im Einsatz
Der Russe weiter: „Wir müssen aber sehen, wie die Fans reagieren: Ob es ihnen noch altmodisch genug aussieht und ob die Leute damit leben können.“ Ricciardo gab jedoch zu bedenken: „Wenn wir damit in den nächsten zehn Jahren auch nur ein Leben retten, lohnt es sich schon!“ Teamchef Christian Horner pflichtet seinem Fahrer bei. „Ich finde es sah gar nicht so schlecht aus. Und auch Daniels Feedback zur Sicht war gut, es gab keine Probleme“, so Horner. Der Brite räumte aber ein: „Aus Sicht eines F1-Puristen gehe ich konform: Zur Formel 1 gehören offene Cockpits. Aber ein Umdenken wird langsam unausweichlich. Es gab zu viele Fälle, wo so eine Lösung geholfen hätte.“

Dafür oder dagegen: Nicht allen gefällt das Konzept
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Die Formel-1-Piloten hinter Glas - ist das wirklich die Zukunft der Königsklasse? Nicht unbedingt! Denn noch debattieren der Weltverband FIA und die Teams über die perfekte Lösung. Hintergrund: Bereits bei den Testfahrten vor der Saison sorgte das neue Halo-Konzept, ein Bügel über dem Cockpit, für Aufsehen. Diese Konstruktion wird von der FIA klar favorisiert, um ab 2017 die Sicherheit zu erhöhen und bei ähnlich schlimmen Unfällen wie etwa dem von Jules Bianchi einen derart tragischen Ausgang zu verhindern. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen: Was etwa, wenn das Auto von einem umherfliegenden Teil getroffen wird, wie die Feder bei Felipe Massas schwerem Unfall 2009 in Ungarn? Wird es vom Bügel nach unten abgelenkt und trifft den Fahrer am ungeschützten Körper, wäre die Folgen nicht auszudenken.

Daniel Riciardo inspiziert die neue Lösung hinter Glas
Mehr Infos zum neuen Red-Bull-System, wie es funktioniert, erste Fahraufnahmen und alle weiteren Bilder von der neuen Windschutzscheibe gibt es hier:
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