Formel 1: Hamilton Tagesschnellster
Mercedes kontert Ferrari-Entwicklung

Lewis Hamilton und Nico Rosberg geben am ersten Tag in Russland den Ton an. Mercedes' Vorsprung scheint erneut riesig - auch wegen eines Upgrades.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Ereignisreicher Auftakt zum Großen Preis von Russland: In Sotschi gab es in beiden Trainingssitzungen am Freitag viele Dreher und auch mehrere technische Zwischenfälle. Nachdem in der ersten Sitzung am Vormittag noch Mercedes-Pilot Nico Rosberg die Nase deutlich vorne hatte, drehte Teamkollege Lewis Hamilton das Bild an der Spitze am Nachmittag um.

Nico Rosberg kam am Nachmittag nicht über P3 hinaus
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"Das war gut heute! Unsere Pace ist stark und damit bin ich zufrieden. Jetzt hoffe ich auf ein Wochenende ohne Zwischenfälle - zum ersten Mal in diesem Jahr", fasste Hamilton seinen Tag zuammen. Einziger Wermutstropfen für den Briten: "Ich habe mir einen Satz Reifen bei einem Dreher zerstört. Normalerweise machen wir auf jeder Mischung immer zwei Runs, heute also nur einen." Hamilton war jedoch nicht der einzige Pilot, der sich am Freitag neben der Strecke wiederfand. Sebastian Vettel etwa erwischte es am Vormittag gleich zweimal. "Man hat mit den Reifen hier einfach keinen Grip und rutscht wie verrückt. Die Asphaltbeschaffenheit hier hilft dabei nicht wirklich", so Hamilton.

Sebastian Vettel rollte am Freitag einmal mehr aus
Wie das Team bestätigte, haben die Silberpfeile zwei Token für die Optimierung des Benzinsystems an allen Mercedes-Motoren - für die Kunden und das Werksteam - verwendet. Dabei handelt es sich aber nicht um eine der Komponenten, die den Einsatz eines neuen Aggregats erzwingt, wie es bei Ferrari der Fall ist. Auch setzt Mercedes in Sotschi zusätzlich auf ein neues Motoröl von Teampartner Petronas.Fünfter hinter den Silberpfeilen und Ferraris wurde auf dem 5,848 Kilometer langen Kurs am Schwarzen Meer Daniel Ricciardo. Der Australier hatte am Vormittag auf seiner Installationsrunde mit der neuen Windschutzscheibenkonstruktion an seinem Red Bull für Aufsehen gesorgt.
Red Bull mit Windschutzscheibe: Ricciardo testet neues Konzept
Komplettiert wurden die Top-10 in der zweiten Freitagssitzung durch Valtteri Bottas (Williams), Daniil Kvyat (Red Bull), Jenson Button (McLaren), Felipe Massa (Williams) und Fernando Alonso (McLaren). Force-India-Pilot Nico Hülkenberg, der am Wochenende seinen 100. GP-Start feiert, musste die erste Session aussetzen, weil sein Team dem mexikanischen Testfahrer Alfonso Celis eine Einsatzchance gab. Im zweiten Training belegte Hülkenberg die 13. Position. Neuling Pascal Wehrlein wurde im Manor 21. und Vorletzter. Auch der Deutsche musste sein Auto in den Schlussminuten des zweiten Trainings mit einem Defekt neben der Strecke abstellen.
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