Formel 1: GP der Türkei
Start-Ziel-Sieg für Vettel

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Die Konkurrenz war chancenlos. Sebastian Vettel konnte am Bosporus niemand das Wasser reichen. Für Mercedes blieb der erhoffte Podestplatz dagegen aus. Der Optimismus war zu groß.
(dpa) Erst die Bullen-Schande getilgt, dann mit einem kecken Grinsen die Mütter in aller Welt zum Mitfeiern eingeladen: Sebastian Vettel hat im Schongang die Konkurrenz beim Großen Preis der Türkei vorgeführt und den dritten Sieg im vierten Saisonrennen bejubelt. Ein Jahr nach dem peinlichen teaminternen Unfall mit Mark Webber verwies der Formel 1-Weltmeister beim Boxen- und Reifenpoker am Bosporus seinen australischen Stallrivalen auf Platz zwei. "Heute hat alles wirklich gepasst von vorne bis hinten", sagte der Red Bull-Pilot nach seinem ersten Erfolg auf dem Istanbul Park Circuit und lud zum kollektiven Jubel ein: "Wenn ihr wollt, könnt ihr heute mit uns anstoßen."
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Nico Rosberg (vorn) kam trotz guter Startposition nur als Fünfter ins Ziel: "Ich war zu optimistisch."
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Alles richtig gemacht: Nach dem dritten Saisonsieg hatten Sebastian Vettel (Mitte) und seine Red Bull-Truppe allen Grund zum Feiern.
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In der WM-Wertung baute Vettel seinen Vorsprung weiter aus, zumal der zweitplatzierte McLaren-Mann Lewis Hamilton gebremst von Fahrfehlern und Boxenpannen nicht über Rang vier hinauskam. Der Titelverteidiger hat vor dem nächsten Rennen in zwei Wochen in Barcelona 93 Punkte, Hamilton 59. Webber ist Dritter mit 55 Zählern. Schon der Start lief optimal für Vettel. Webber verlor dagegen seinen zweiten Rang an Rosberg, Schumacher machte weiter hinten einen Platz gut und ließ den Russen Witali Petrow hinter sich. Die Freude währte aber nicht lange. Als der Lotus-Renault-Pilot in Runde drei innen am Rekordchampion vorbeiziehen wollte, verteidigte Schumacher seine Position – vergeblich und auf Kosten eines demolierten Frontspoilers. Schumi musste an die Box, reihte sich als 22. wieder ein. Für den 42-Jährigen war das Rennen gelaufen.

Pech für Hamilton: Seine Boxencrew patzte beim Reifenwechsel, der Brite verlor viel Zeit und verpasste das Podium.
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Nachdem die Rivalen ihren vierten Stopp absolviert hatten, riefen die Red Bull-Ingenieure auch ihren Weltmeister zum neuerlichen Reifenwechsel. Mit den harten Pirelli-Pneus fuhr Vettel die restlichen zehn Runden der insgesamt 58 auf dem 5,338 Kilometer langen Kurs, während Webber dahinter schnell noch am Spanier Alonso vorbeizog und sich Platz zwei sicherte. Nach den 309,396 Kilometern war Vettel in 1:39:17,558 Stunden fast neun Sekunden vor Webber.
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