Formel 1: GP Ungarn 2007
Da gehts lang in Budapest

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Nico Rosberg (22) von Williams-Toyota erklärt die Formel-1-Piste exklusiv aus Fahrersicht. Sein Pisten-Protokoll diesmal: der Hungaroring.
Budapest ist eine der schönsten Formel-1-Städte überhaupt. Allerdings bekomme ich davon nicht wirklich viel mit. Denn um mich voll aufs Rennen konzentrieren zu können, wohne ich im Motorhome direkt an der Piste. Den Hungaroring nennen wir Fahrer scherzhaft Micky-Maus-Kurs, weil er so viele enge Kurven und wenig lange Geraden hat. Deshalb müsste die Strecke unserem Auto extrem gut liegen. Denn mein Williams-Toyota mag langsame Pisten. Weil der Bodenbelag ziemlich wellig ist, fahren wir mit einer extrem weichen Abstimmung. Außerdem nutzen wir das gleiche Aerodynamik-Paket wie in Monaco. Das heißt: so steil eingestellte Front- und Heckflügel und so viele Zusatzflügelchen wie möglich. Wir nehmen also bewusst etwas weniger Topspeed in Kauf, weil der auf dem Hungaroring eh nicht so wichtig ist. Überholen ist nämlich selbst Ende Start-Ziel fast unmöglich, wenn der Vordermann keinen gravierenden Fehler macht. Ganz wichtig sind deshalb Qualifikation und Strategie: Wenn du von hinten startest oder durch einen zu frühen Stopp ans Ende des Feldes fällst, hast du keine Chance auf Punkte. Und: In Ungarns Puszta wird es ganz sicher wieder richtig heiß sein. Wenn du da nicht genug trinkst, lässt die Konzentration ganz schnell nach. Erleben Sie die Formel-1 von der ersten Minute an. Hier geht es zum Live-Ticker von Adrivo.com und autobild.de.
Die Highlights 2006

Bild: AUTO BILD MOTORSPORT
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