Diese Zahl gefällt ihm richtig: Lewis Hamiltons Sieg in Frankreich ist sein 44. für das Mercedes-Werksteam. Hamilton lacht: „Oh, das wusste ich nicht. Cool, die 44 ist immer eine gute Zahl.“ Vor allem ist sie seine Startnummer und Glückszahl. Zwar keine 44, aber immerhin sechs Treffer erzielt die englische Fußballnationalmannschaft am Sonntag im Gruppenspiel gegen Panama bei der WM in Russland.
Paul Ricard
Jubel auf der Insel: Wegen der WM und Lewis Hamilton
„Als ich aus der Garage in die Startaufstellung gefahren bin, stand es 6:0“, staunt Hamilton, der in seinem Heimatort Stevenage sogar mit Three-Lions-Linksverteidiger Ashley Young gemeinsam zur Schule gegangen ist. „Als ich dann im Grid war, stand es immerhin noch 6:1. Da wusste ich, dass die Jungs das in der Tasche haben. Ungefähr so, wie ich das Rennen heute relativ früh in der Tasche hatte“, grinst Hamilton. Begünstigt durch den Startcrash zwischen Sebastian Vettel und Valtteri Bottas gerät er nie richtig unter Druck.
Der Brite gibt zu, deshalb früh den Motor runtergedreht zu haben. „Ich schaue immer auf den Motor. Ungefähr zehn Runden vor meinem Stopp (in Runde 33; d. Red.) habe ich den Motor etwas runtergedreht. Weil Max (Verstappen; d. Red.) zu der Phase aber eine gute Pace hatte, habe ich dann wieder aufgedreht.“ Hamilton weiter: „Nach dem Stopp war ich dann in einer komfortablen Position und von der Pace her nie mehr wirklich gefordert.“

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Möglich macht den Sonntagsspaziergang für Hamilton vor allem das Motor-Upgrade an seinem Mercedes. Die Silberpfeile setzen in Paul Ricard erstmals ihre Spec-2-Version ein. Der Motor-Abteilung macht Hamilton dafür ein großes Kompliment. „Für sie ist es nicht leicht: Wir sagen ihnen, wir wollen mehr Power, aber auch mehr Haltbarkeit. Das Upgrade war ein toller Job, hat wirklich viel gebracht. Ich hätte es aber auch genommen, wenn es nur ein halbes Zehntel gewesen wäre.“
Hamilton
Nach dem Vettel-Crash hatte Hamilton leichtes Spiel
Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff blickt nach der Leistung in Le Castellet beruhigt nach vorne: „Es fühlt sich sehr gut an. Nach einer schwierigen Zeit, war es hier ein fehlerfreies Wochenende vom Auto, dem Motor und Lewis. Das Ergebnis ist fantastisch und das Resultat der Zusammenarbeit so vieler Leute“, lobt der Österreicher, für den nächste Woche sein Heimrennen in Spielberg ansteht.
„Am Mittwoch davor gehe ich dort wandern“, freut sich Wolff auf den Heimaturlaub. Der Red-Bull-Ring gefällt dem Silberpfeil-Boss aber noch aus einem ganz anderen Grund: „Die Strecke lag uns in den letzten Jahren immer sehr.“ Tatsächlich hat Mercedes in der Hybrid-Ära noch kein Rennen in Spielberg verloren. 2014 und 2015 siegte Nico Rosberg, 2016 Hamilton und 2017 Bottas.