Formel 1: Hamilton eine "Ballerina"
Rosberg ein guter Botschafter

Ex-Weltmeister Jackie Stewart geht mit Lewis Hamilton hart ins Gericht und lobt Nico Rosberg in den höchsten Tönen.
Bild: Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Er ist selbst Dreifach-Champion und Brite. Trotzdem geht Sir Jackie Stewart hart mit Mercedes-Vizeweltmeister Lewis Hamilton ins Gericht. „Nico ist besonders am Saisonende sehr vernünftige Rennen gefahren“, sagt er zu AUTO BILD MOTORSPORT. "Lewis hat dagegen für Kontroversen gesorgt. Er hat nicht auf das Team gehört.“ Für Stewart ein No-Go: "Es kann doch nicht sein, dass sich ein Mann gegen einen mulitinationalen Konzern stellt, indem er einfach nicht das Richtige macht.“ Hamilton sei wie „eine kleine Ballerina“.
Kommentar: Hamilton fühlt sich unwohl
Stewart weiter: "Es tut mir Leid, aber wenn man 20 bis 30 Millionen Pfund pro Jahr verdient und man eine Anweisung bekommt, dann hat man Folge zu leisten. Ganz egal, wer man ist. Es ist aber nicht das erste Mal, dass er gegen Instruktionen verstößt, und wenn er so weiter macht, dann steht es ihnen frei, ihn rauszuwerfen.“

Hamilton muss wegen seiner Bummetaktik viel Kritik einstecken
Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda kritisiert indes die deutschen Fans. "All eure tollen deutschen Weltmeister haben irgendwie ein seltsames Verhältnis zur Bevölkerung. Sie werden nicht so umarmt und geküsst wie die Fußballer", sagte der dreimalige Champion dem „ tern": "Rennfahrer in Deutschland werden in erster Linie, um es höflich zu sagen, anerkannt wegen ihrer Leistungen. Aber es fehlt irgendwie diese menschliche Nähe, die Wärme."
Schuld daran sei aber auch das Verhalten der Fahrer, so Lauda. "Der Vettel ist natürlich der Liebling der Fans - aber was bei dem wieder fehlt, ist die Offenheit. Der macht privat zu. Nico steht für mich irgendwo dazwischen. Als Sohn von Keke Rosberg weiß man schon, wo er herkommt, und er ist zudem ein hochintelligenter und schneidiger Kerl."
Service-Links