Formel 1: Die besten Bilder aus Silverstone 2019

Formel 1: Hamilton feiert Heimsieg

Vettel räumt Verstappen ab

Silberpfeil-Doppelsieg und neuer Rekord für Lewis Hamilton: Der Brite gewinnt in Silverstone zum sechsten Mal sein Heimrennen. Vettel nach Crash nur 16.
Mega-Show von Lewis Hamilton beim Heimspiel: Der Brite schnappt sich am Sonntag bereits seinen sechsten Sieg in Silverstone - und damit den alleinigen Rekord für die meisten Siege beim Großbritannien GP. Getragen von den jubelnden Zuschauern holt sich Hamilton auf der letzten Rennrunde auch noch den Extrapunkt für die schnellste Runde.
Alle Resultate im Überblick: Die Ergebnisse aus Silverstone
"Was für ein Tag! Ich liebe dich, Silverstone", jubelt er nach der Zieldurchfahrt. "Ich kann nicht sagen, wie stolz ich bin, heute hier vor meinem Heimpublikum, meiner Familie und meinem Team ganz oben zu stehen", strahlt der Brite. "Man denkt immer, man gewöhnt sich irgendwann daran, aber es fühlt sich immer wieder an wie das erste Mal."
Pole-Mann Valtteri Bottas muss sich nach Pech mit dem Safety-Car mit Platz zwei begnügen. "Ich habe zuerst gestoppt, die Lücke zu Lewis kontrolliert. Aber dann kam das Safety-Car. Lewis hatte dadurch einen freien Stopp", ärgert sich der Finne. "Danach war ich auch auf den Medium-Reifen, musste deswegen noch mal rein. Heute war einfach nicht mein Tag, aber ich kämpfe weiter. Die WM ist noch nicht vorbei."

König Hamilton: Sechster Erfolg in Silverstone

Ferrari-Star Charles Leclerc schafft es zum vierten Mal in Folge aufs Podium, wird Dritter und von den Fans für seine Duelle mit den Red Bulls von Pierre Gasly und Max Verstappen, die Leclerc auf die Plätze verweist, zum Fahrer des Tages gewählt. 
Ganz andere Gefühlslage indes bei Teamkollege Sebastian Vettel: Der Deutsche beendet das Rennen nach einer Kollision mit Verstappen und anschließender Zeitstrafe (s. unten) nur auf der 16. Position.
Vettel entschuldigt sich bei Verstappen: "Crash war mein Fehler"

So lief das Rennen: Am Start behauptet Bottas die Spitze vor Hamilton, Leclerc und Verstappen. Dahinter kassiert Vettel gleich mal Gasly. Im Mittelfeld geraten die Haas-Piloten aneinander - beide müssen deshalb mit kaputten Reifen an die Box und als Folge der Kollision wenig später sogar ganz aufgeben.
An der Spitze ist Hamilton schneller als Bottas. In Runde vier steht das britische Publikum Kopf: Hamilton überholt seinen Teamkollegen in Brooklands, doch der Finne kontert und schlägt in Copse auf der Innenbahn zurück - ein spektakulärer Schlagabtausch der Silberpfeile!
Der Kampf zwischen den Mercedes: Hier im Video
Anschließend setzen sich die Mercedes ganz vorne ab, weil Leclerc auf Platz drei seine weichen Reifen schont und die Verfolger aufhält. Erst versucht Verstappen vergeblich Leclerc zu überholen, dann schnappt Gasly dahinter Vettel und eröffnet anschließend in Runde zwölf den Reigen der Boxenstopps.
Eine Runde später kommen Leclerc und Verstappen zeitgleich rein. Zwar zieht der Holländer in der Boxengasse vorbei, verliert seine Position aber wenig später auf den kalten Reifen wieder an Leclerc.
In Runde 16 kommt der führende Bottas an die Box und holt sich einen neuen Satz Medium-Reifen. Hamilton bleibt draußen und brennt trotz alter Reifen eine neue schnellste Runde in den Asphalt.
Dahinter wird das Duell zwischen den Spielberg-Streithähnen Leclerc und Verstappen immer härter. Nach einer abgewehrten Attacke beschwert sich Verstappen am Funk über Leclerc: "Er bewegt sich sehr spät."
Leclerc gegen Verstappen: "Formel 1 hat kein Problem"
In Runde 20 dann ändert sich das Rennen schlagartig: Alfa-Pilot Antonio Giovinazzi dreht sich ins Kiesbett und löst ein Safety-Car aus. Hamilton kommt sofort an die Box, zieht harte Reifen auf und bleibt wegen der gewonnenen Zeit unter neutralisierter Strecke trotzdem vorne. Hinter Hamilton steuern auch Vettel und Verstappen zum Reifenwechsel die Box an.
Hamilton lobt nach der übernommenen Führung am Funk seine Crew: "Großartiger Job, Jungs!" Hinter Bottas reiht sich Vettel als Dritter ein. Leclerc wird von Ferrari erst in der zweiten Safety-Car-Runde zum Reifenstopp geholt und fällt deshalb hinter Gasly und Verstappen auf Rang sechs zurück.

Die Szene des Rennens: Vettel trifft Verstappen

Als das Rennen in Runde 24 wieder freigegeben wird, geht das Duell Verstappen vs. Leclerc weiter. Trotz einer Berührung und einem Ausflug Verstappens neben die Piste, bleibt der Holländer vorne. Wenig später geht Verstappen vorbei an Gasly und hat seinen Teamkollegen nun als Puffer zwischen sich und Leclerc. Allerdings nicht lange, denn in Runde 36 zieht auch der Ferrari am Franzosen vorbei.
In Runde 38 geht das Duell Ferrari gegen Red Bull weiter - und zwar mit einem Knall: Verstappen überholt Vettel. Als der Deutsche kontern will, kachelt er dem Red Bull ins Heck, beide drehen sich ins Kiesbett. Verstappen flucht: "Was zur Hölle?!" Vettel kontert: "Was hat er gemacht?"
Die Experten sind sich jedoch einig, dass die Schuld beim Ferrari-Star liegt: RTL-Experte Ralf Schumacher erklärt: "Wer hinten rein fährt ist schuld, basta. Das war keine Absicht, aber extrem unglücklich. Eine Fehleinschätzung von Vettel." 
Sieht auch Ex-F1-Pilot Martin Brundle so: "Das ist Vettels Fehler, er hat die Situation falsch berechnet." Anthony Davidson stimmt zu: "Es gibt nichts, was Max hätte tun können. Seb hat die verwirbelte Luft hinter ihm unterschätzt, dann ist ihm der Platz ausgegangen und er draufgefahren. Damit hat er auch Max' Rennen ruiniert."
Die Stewards sehen das genauso und brummen Vettel, der an der Box seinen Frontflügel wechseln muss und weit zurückfällt, eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe auf - diese wird im Ziel auf die Zeit des Ferrari-Stars addiert, Vettel nur als 16. gewertet. 
Besser läuft es für den anderen Deutschen im Feld: Renault-Pilot Nico Hülkenberg nimmt als Zehnter einen Punkt mit nach Hause.
An der Spitze absolviert Bottas unterdessen spät seinen obligatorischen Reifenwechsel auf weiche Pneus. Die Idee vom Silberpfeil-Kommandostand, auch Leader Hamilton zum Sicherheitsstopp zu rufen, lehnt der Brite eigenmächtig ab - und demonstriert seinem Team dann auch gleich warum, hat er doch auch in der 52. und letzten Runde noch genug Gummi auf den Walzen, um mal eben mit der schnellsten Rennrunde die Ziellinie zu überqueren.
Sie wollen die Formel 1 live, mit allen Trainings und ohne Werbeunterbrechung sehen?
Via AUTO BILD MOTORSPORT bekommen Sie Sky Q für die Hälfte des Preises.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / F1 TV

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.