Formel 1: Hamilton kritisiert Bosse
Lauda sieht Red Bull im Vorteil

Lewis Hamilton kritisiert im britischen Fernsehen die Mercedes Bosse. Niki Lauda indes sieht Red Bul in Sachen Fahrerpaarung 2017 im Vorteil.
Bild: Picture-Alliance
- ABMS
Die Unruhe nach dem Rücktritt von Nico Rosberg nimmt bei Mercedes kein Ende. Nun wurde Starpilot Lewis Hamilton erneut mit Aussagen zitiert, in denen er seine Bosse scharf kritisiert. "Gemessen an den Dingen, die gesagt wurden, habe ich mich von einigen Leuten, die etwas zum Besten gegeben haben, nicht respektvoll behandelt gefühlt“, so der Ex-Weltmeister im britischen Channel 4. Was der Brite meint: Nach dem Grand Prix von Abu Dhabi haben sowohl Mercedes-Sportchef Toto Wolff als auch F1-Aufsichtsrat Niki Lauda den Briten dafür kritisiert, dass er den Anweisungen des Teams nicht gefolgt ist. Hamilton hatte ganz bewusst versucht Rosberg einzubremsen, um ihn so in die Fänge der Konkurrenz zu hetzen.
Hamilton: "Es war einer der am wenigsten angenehmen Momente des Jahres. Ich hätte solche Sachen von Leuten, die für viele Angestellte verantwortlich sind, nicht erwartet.“ Eine Aussprache habe es noch nicht gegeben. Bleibt die Frage, wann der Brite diese Aussagen wirklich getroffen hat. Immerhin hatte Hamilton selbst bereits von einer Küchen-Aussprache mit Toto Wolff berichtet.

Red Bull-Sportchef Helmut Marko kann die Fahrerpolitik von Mercedes deshalb nicht ganz verstehen. Er sieht auch in Reihen der Stuttgarter einen kommenden Superstar. Marko: „Pascal Wehrlein ist ein Supertalent, ich verstehe nicht, dass man so jemandem keine Chance gibt.“ Hintergrund: Hinter den Kulissen hat sich die Mercedes-Führung nach ABMS-Informationen längst für Williams-Fahrer Valtteri Bottas entschieden. Es hängt nur noch an den Ablöseverhandlungen mit Williams.
Bottas würde bei Mercedes auf einen Hamilton treffen, in dem Lauda immer noch den "schnellsten Fahrer“ sieht, "wenn bei ihm alles richtig tickt." Doch der Österreicher warnt eben auch: "Wenn ich sehe, was der Verstappen noch für ein Potenzial hat, müssen alle anderen Fahrer Angst bekommen."
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