Ein Kopfschutz, der Kopfzerbrechen bereit: Die Einführung des Halo-Bügels mit der Saison 2018 gefällt vielen Formel-1-Stars überhaupt nicht - allen voran Weltmeister Lewis Hamilton hat aus seiner Abneigung gegen die Sicherheitsmaßnahme nie einen Hehl gemacht. „Das hier wird das letzte Rennen, wo die Autos gut aussehen. Das wird in Zukunft anders“, sagt der Brite im Vorfeld des Abu Dhabi GP.
Halo
Hamilton findet: Mit Halo sieht es aus wie ein Flip-Flop
Am Sonntag startet die Königsklasse letztmals „oben ohne“ - dann ist nach 68 Saison Schluss mit einem komplett offenen Cockpit. Für Hamilton ergeben sich neben der Ästhetik - der Brite vergleicht den Halo-Renner gerne mit einem „Flip-Flop“ - auch weitere Probleme, die nicht rein optischer Natur sind: „Wir haben mittlerweile 100 Kilo Sprit an Bord. Mit dem Halo wird es sich endgültig so anfühlen, als ob wir einen Bus fahren“, kritisiert Hamilton.
Fünf zusätzliche Kilo bringen die Autos 2018 auf die Waage - nachdem ihr Mindestgewicht wegen der umfassenden Regeländerungen erst vor der Saison 2017 von 702 auf satte 728 Kilogramm angestiegen ist.
Ricciardo
Ricciardo will seinen Helm nochmal besonders putzen
Es gibt aber auch Fahrer, die sich mit der Änderung bereits abgefunden haben. „Kein Zweifel: Jetzt sieht das Auto besser aus. Aber es ist etwas, an das wir uns alle schnell gewöhnen werden“, glaubt Sebastian Vettel. Der Ferrari-Star fügt an: „Außerdem wird noch an der Ästhetik gearbeitet, damit es besser wird.“
Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo fügt hinzu: „Ich glaube, es wird nicht so dramatisch, wie manche Leute das jetzt darstellen. Es sollte okay sein.“ Seinen Helm will der Australier für das Rennen am Wochenende und das damit verbundene Ende einer Ära aber trotzdem noch einmal „auf Hochglanz polieren“. Ricciardo lacht: „So gut wird man ihn wohl nie wieder sehen.“ Viele Fans finden das weniger lustig.
Die Zukunft der Formel 1 - so sehen die Autos mit Halo aus: