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Formel 1: Hamilton, Mercedes

Hamilton und Mercedes offenbar einig

In der Insiderszene macht gerade die Nachricht die Runde, dass Lewis Hamilton und Mercedes sich über einen neuen Vertrag geeinigt haben.
Es scheint endlich ausgestanden. Nach Informationen von ABMS sind sich Mercedes und Lewis Hamilton (36) nach langem Hickhack endlich einig geworden. Weltmeister Hamilton, 2021 bisher noch ohne Kontrakt, soll demnach einen Ein-Jahres-Vertrag mit einer Option auf eine zweite Saison unterschreiben. De facto wäre das ein Zweijahresvertrag, wenn der Brite seinen Helm nicht vorher an den Nagel hängen will.
Wie ABMS erfuhr, könnte der neue Deal schon kommende Woche bekannt gegeben werden. Das Gehalt soll sich kaum verändern (geschätzt werden bisher 40 Millionen Euro jährlich). Mercedes soll dem Rekordweltmeister aber finanziell anders entgegenkommen. Neu ist demnach – so heißt es in Insiderkreisen –, dass er zwei Werbeflächen auf Helm und Overall selbst vermarkten kann.
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Im Gespräch ist zudem eine angeblich im Vertrag verankerte Klausel, wonach der Brite angeblich ein Mitspracherecht habe, wenn es um zukünftige Teamkollegen geht. Ex-Champion Damon Hill hat als einer der Ersten auf Twitter davon berichtet. In der Szene spricht man schon ganz offen von einer „Verstappen-Klausel“. Grund: Es ist ein offenes Geheimnis, dass der niederländische Red Bull-Pilot Max Verstappen (23) auf der Zukunfts-Wunschliste von Mercedes-Teamchef Toto Wolff steht. Es sei ein Kompliment für Max, denn es zeige, vor wem Hamilton größten Respekt habe, wird die Klausel im Verstappen-Lager mit süß-saurer Miene kommentiert.
Fest steht: Die Formel-1-Protagonisten atmen durch, wenn der Deal in den nächsten Wochen bekannt gegeben wird. Ex-Teamchef Eddie Jordan (72) erklärt ABMS: „Lewis ist der Superstar der Szene. Die Formel 1 braucht ihn absolut.“

Lewis Hamilton

©LAT/Mercedes

Jordan findet es auch richtig, dass Mercedes Zugeständnisse macht: „Zehn Prozent der Teameinnahmen zu fordern ist absurd, das geht nicht, weil jeder ersetzbar ist. Aber dass Lewis zum Beispiel einen Teil der Fernsehgelder bekäme, fände ich durchaus vertretbar. Er verkauft die Formel 1 weltweit mit Abstand am meisten. Auch dass er das Recht hat, sich selbst zu vermarkten, finde ich gut. Denn er hat zum Beispiel einen Top-Sponsor wie Tommy Hilfiger zu Mercedes gelockt. Dafür hätte jeder gewöhnliche Vermittler zehn Prozent bekommen.“
Auch bei Rechteinhaber Liberty wird die Nachricht für Erleichterung sorgen. Sportchef Ross Brawn hat erst vor wenigen Tagen klargemacht: „Wir wollen, dass Lewis weitermacht. Er ist eine große Persönlichkeit im Sport. Er hat die Menschen – insbesondere im vergangenen Jahr – dazu gebracht, über eine Reihe von Themen nachzudenken, die sehr wichtig sind. Das war von unschätzbarem Wert.“
Brawn weiter: „Lewis ist ein einflussreicher Charakter, er ist gut für unseren Sport und wahrscheinlich einer der wenigen Mega-Stars, die wir heute in der Formel 1 haben.“
Auch der neue Deal mit Mercedes macht für den ehemaligen Ferrari-Technikchef und Mercedes-Teamboss Sinn. Brawn, der 2013 maßgeblichen Anteil hatte, dass der heute siebenmalige Weltmeister von McLaren zu Mercedes wechselte: „Er will alleiniger Rekordweltmeister werden und ich denke dafür hat er bei Mercedes die größten Chancen.“

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Autor: Ralf Bach

Fotos: LAT/Mercedes

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