Das passt Lewis Hamilton gar nicht in den Kram: Platz zwei - obwohl Nico Rosberg seinen ersten Run im entscheidenden Q3 sogar abbrechen musste: Elektronische Probleme, das Gaspedal quittierte seinen Dienst. Glück für Rosberg: Der Schaden konnte fix repariert, der Deutsche auf einen zweiten Versuch rausgeschickt werden.
So lief der Samstag in Hockenheim: Rosberg auf Pole
Hamilton
Hamiltons Zeit war nicht so gut wie die von Rosberg
Rosberg erklärt: "Ich hatte dann sogar noch ein bisschen mehr Benzin im Wagen, einfach um auf Nummer sicher zu gehen und nicht Zehnter zu sein, wenn mir da ein Fehler passiert. Meine Pole-Runde würde ich daher als eine meiner besten Runden bezeichnen."
Nicht nur deswegen wurmt Hamilton die Niederlage. "Ich hatte eigentlich in jeder Session die Pace, am Ende hab ich es einfach nicht zusammengebracht", zeigt sich Hamilton enttäuscht. Dass er danach in der Pressekonferenz etwas pampig und kurz angebunden reagierte, rechtfertigt er: "Das ist halt meine Art und Weise wie ich damit umgehe. Wenn ihr einen Shitstorm bekommt, weil ihr was falsch geschrieben habt, seid ihr auch nicht glücklich."
Rosberg
Mercedes' Silberfeinde am Samstag in Hockenheim
Allein: "Morgen habe ich wieder die Chance, den Unterschied zu machen", erteilt er Rosberg eine Kampfansage. "Hier ist das Überholen definitiv einfacher als in Budapest." Wer von den beiden morgen das Rennen gewinnt, der geht als Führender in die Sommerpause. Rosberg sagt: "Das ist für mich aber nicht entscheidend. Abgerechnet wird am Schluss."
Rosberg wirkt aufgeräumt, erleichtert, motiviert. Nicht einmal das Problem im Qualifying beunruhigt ihn. Mercedes-Sportchef Toto Wolff glaubt: "Ich denke nicht, dass das im Rennen zum Problem werden sollte. Wir sind nicht besorgt."
Das Duell Hamilton versus Rosberg geht morgen in Hockenheim in die nächste Runde. Und mit dem Qualifying heute hat es an Brisanz nicht verloren. Und wenn das Wetter verrückt spielt, steht Red-Bull-Strahlemann Daniel Ricciardo auch noch Gewehr bei Fuß.