Formel 1: Mercedes-Doppelpole in Hockenheim
Rosberg reicht ein einziger Schuss

Auch technische Probleme können Nico Rosberg nicht stoppen: Mit nur einer schnellen Runde in Q3 schlägt er Rivale Lewis Hamilton und Daniel Ricciardo.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Exakt 30 Jahre nach der letzten Pole-Position seines Vaters Keke in der Formel 1, ebenfalls auf dem Hockenheimring, hat sich Nico Rosberg in die perfekte Ausgangsposition für sein Heimrennen am Sonntag gebracht - und das unter erschwerten Umständen: Wegen eines Elektronikproblems musste der Mercedes-Star seinen ersten Run in Q3 vorzeitig abbrechen. Da Rivale Lewis Hamilton die provisorische Bestzeit setzte, lag der Druck nun bei Rosberg auf seiner einzigen schnellen Runde. Doch der Deutsche zeigte keine Nerven und brummte Hamilton ein Zehntel auf - darauf fand der Brite bei seinem finalen Versuch keine Antwort mehr.

Jubel bei Nico Rosberg nach seiner 27. Karriere-Pole
Lowe mit großem Lob für Rosberg
Angst, dass ihn der Defekt auch am Sonntag einbremsen könnte, hat der Lokalmatador aber nicht. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es reparieren können. Wir hatten das Problem auch noch nie zuvor", berichtete Rosberg. Mercedes-Teamchef Paddy Lowe ergänzte: "Nico hatte ein elektronisches Problem, das gleich mehrere Bereiche betroffen hat. Das war natürlich eine große Sorge und er hat die Runde daraufhin abbrechen müssen." Der Brite: "So etwas stört natürlich die Abläufe. Umso eindrucksvoller ist es, dass Nico unter diesen Umständen die Pole geholt hat - vor allem, wenn man im Hinterkopf hat, dass er zusätzlichen Sprit für zwei Runden mehr mithatte."

Rosberg ließ sich auch von einem Defekt nicht stoppen
Red Bull erster Mercedes-Verfolger
Dritter hinter den Silberpfeilen wurde Daniel Ricciardo im Red Bull. "Ich denke ehrlich gesagt, dass wir ziemlich nah dran sind", freute sich Ricciardo über 'nur' zweieinhalb Zehntel Abstand auf den langsameren Mercedes. "Mit einer perfekten Runde wäre vielleicht noch ein Zehntel drin gewesen, nicht aber die Pole", erklärte der Australier, der in die traditionell gute Renn-Pace Red Bulls nun große Hoffnungen setzt. "Ich habe vorher schon gesagt: Im Qualifying ist alles innerhalb einer halben Sekunde (hinter Mercedes; d. Red.) gut. Soweit ich weiß, haben wir für das Rennen auch eine leicht abweichende Reifenauswahl. Das könnte uns morgen helfen."

Ricciardo wurde Dritter hinter Rosberg und Hamilton
Vettel sieht Rückschritt bei Ferrari
"Wir hatten heute im Qualifying einfach nicht so das Vertrauen. Obwohl ich mit meinem letzten Run sehr zufrieden bin, war er einfach nicht schnell genug", erklärte Vettel. "Das Resultat ist okay. Aber wir wollen bei Ferrari natürlich nicht Fünfter und Sechster sein, sondern um die Pole und Siege fahren", räumte der Deutsche ein. Auch wenn man wisse, wo man sich verbessern muss, sei dies aktuell noch nicht möglich. "Mercedes ist im Moment einfach super in Form", nannte Vettel einen der Gründe, fügte aber auch hinzu: "Es ist nicht so, dass alle anderen hier so einen großen Fortschritt gemacht haben. Wir haben aber einen zurück gemacht. Heute Nachmittag sind wir zurückgefallen und waren nicht so gut, wie wir normalerweise sind."

Nur Startplatz sechs beim Heimrennen für Vettel
Ergebnis - Qualifying Deutschland GP 2016:
1. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:14,363 Minuten
2. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes 1:14,470
3. Daniel Ricciardo (Australien) Red-Bull-Renault 1:14,726
4. Max Verstappen (Niederlande) Red-Bull-Renault 1:14,834
5. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:15,142
6. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:15,315
7. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force-India-Mercedes 1:15,510
8. Valtteri Bottas (Finnland) Williams-Mercedes 1:15,530
9. Sergio Perez (Mexiko) Force-India-Mercedes 1:15,537
10. Felipe Massa (Brasilien) Williams-Mercedes 1:15,615
11. Esteban Gutierrez (Mexiko) Haas-Ferrari 1:15,883
12. Jenson Button (Großbritannien) McLaren-Honda 1:15,909
13. Carlos Sainz Jr. (Spanien) Toro-Rosso-Ferrari 1:15,989
14. Fernando Alonso (Spanien) McLaren-Honda 1:16,041
15. Romain Grosjean (Frankreich) Haas-Ferrari 1:16,086 (+5 Plätze - Getriebewechsel)
16. Jolyon Palmer (Großbritannien) Renault 1:16,665
17. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:16,716
18. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor-Mercedes 1:16,717
19. Daniil Kvyat (Russland) Toro-Rosso-Ferrari 1:16,876
20. Rio Haryanto (Indonien) Manor-Mercedes 1:16,977
21. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber-Ferrari 1:17,123
22. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber-Ferrari 1:17,238
2. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes 1:14,470
3. Daniel Ricciardo (Australien) Red-Bull-Renault 1:14,726
4. Max Verstappen (Niederlande) Red-Bull-Renault 1:14,834
5. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:15,142
6. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:15,315
7. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force-India-Mercedes 1:15,510
8. Valtteri Bottas (Finnland) Williams-Mercedes 1:15,530
9. Sergio Perez (Mexiko) Force-India-Mercedes 1:15,537
10. Felipe Massa (Brasilien) Williams-Mercedes 1:15,615
11. Esteban Gutierrez (Mexiko) Haas-Ferrari 1:15,883
12. Jenson Button (Großbritannien) McLaren-Honda 1:15,909
13. Carlos Sainz Jr. (Spanien) Toro-Rosso-Ferrari 1:15,989
14. Fernando Alonso (Spanien) McLaren-Honda 1:16,041
15. Romain Grosjean (Frankreich) Haas-Ferrari 1:16,086 (+5 Plätze - Getriebewechsel)
16. Jolyon Palmer (Großbritannien) Renault 1:16,665
17. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:16,716
18. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor-Mercedes 1:16,717
19. Daniil Kvyat (Russland) Toro-Rosso-Ferrari 1:16,876
20. Rio Haryanto (Indonien) Manor-Mercedes 1:16,977
21. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber-Ferrari 1:17,123
22. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber-Ferrari 1:17,238
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