Formel 1: Hamilton rammt Rosberg
Mercedes-Stars verteidigen Linienwahl

Die Rennleitung in Barcelona hat entschieden keine Strafen für den Mercedes-Crash zu verhängen. Das sagen Lewis Hamilton und Nico Rosberg.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Direkt nach dem Crash in Kurve vier beim Spanien GP in Barcelona durften Lewis Hamilton und Nico Rosberg noch nichts zu den Vorfällen sagen. Erst stand die Untersuchung durch die Rennleitung aus. Diese ergab am späten Nachmittag, dass die Stewards die Kollision als Rennunfall einstufen und keine weiteren Strafen verhängt werden. Im Anschluss an das Urteil meldeten sich auch die Fahrer zu Wort:
Mercedes-Stars crashen: Lauda gibt Hamilton die Schuld
„Ich bin sehr enttäuscht und entschuldige mich bei allen“, machte Lewis Hamilton den Anfang. „Für unser Team arbeiten sehr viele Leute und sie heute im Stich zu lassen, war das, was am meisten schmerzt“, sagte der Brite, der wie ein Häufchen Elend in der Teamunterkunft saß. Die Schuld für den Vorfall nahm Hamilton aber nicht ausdrücklich auf sich. Viel mehr erklärte der Weltmeister einfach seine Sicht der Dinge: „Ich hatte einen guten Start, aber Nico kam im Windschatten an mir vorbei. Dann aber habe ich in Kurve drei wieder auf ihn aufgeholt, weil er einen Fehler gemacht hat. Er war im falschen Motormodus und hat Leistung verloren.“
So lief der Spanien GP: Verstappen gewinnt in Barcelona

Entscheidend: Rosberg verstellt bei der Anfahrt zu Kurve vier am Lenkrad (unten) seinen Motormodus

Bitterer Rückweg an die Box: Hamilton auf dem Roller
Für Rosberg war sein Spurwechsel auf die Innenseite „früh genug und deutlich“. Der Deutsche: „Ich habe eigentlich erwartet, dass Lewis nach außen geht und es da versucht, was ihm meiner Meinung nach aber nichts gebracht hätte.“ Warum er im falschen Motormodus war, konnte sich Rosberg noch nicht erklären. „Das müssen wir erst untersuchen“, sagt der Wiesbadener, beteuerte aber, dass ihn das Verstellen der Einstellungen nach Kurve drei nicht abgelenkt habe. „Ich weiß, welche Knöpfe ich drücke, dafür muss ich nicht aufs Lenkrad schauen. Mir war immer klar, wo er ist. Es war ein normaler Zweikampf und ich war voll darauf konzentriert“, versicherte Rosberg.

Beide Mercedes kamen am Sonntag nicht gerade weit
Der WM-Stand nach dem Spanien GP: Rosberg führt vor Räikkönen
Service-Links