Formel 1: Mercedes-Crash in Spanien
Lauda gibt Hamilton die Schuld

Großer Knall in Barcelona: Beide Mercedes crashen in der ersten Runde beim Spanien GP. Lewis Hamilton räumt Nico Rosberg ab - Niki Lauda tobt.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Mercedes' absolutes Horrorszenario ist eingetreten: Beide Silberpfeil-Piloten schießen sich beim Spanien GP gegenseitig aus dem Rennen – und das in der ersten Runde! Pole-Mann Lewis Hamilton erwischt in Barcelona den schlechteren Start und muss Teamkollege Nico Rosberg schon in der ersten Kurve passieren lassen. Auf dem an Überholstellen armen Kurs versucht Hamilton schon eine Kurve später sich mit dem Mute der Verzweiflung die so wichtige Führungsposition zurückzuholen. Doch Rosberg entscheidet sich für die Innenseite, Hamilton muss auf die Wiese ausweichen, verliert die Kontrolle und räumt dabei Rosberg ab.
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Die Frage eines Reporters, ob bei Hamilton nach den schwierigen letzten Wochen die Nerven blank liegen, beantwortet Lauda mit: „Ja.“ Was den Österreicher aber viel mehr aufregt: „Seit Spa vor zwei Jahren ist nichts mehr passiert. Aber hier schenken wir Ferrari und Red Bull das Rennen nach 30 Sekunden. Wirklich sehr clever.“ Nicht wesentlich länger als das Rennen der Mercedes-Piloten dauerte der Besuch von Daimler-Boss Dr. Dieter Zetsche. Zum Europa-Auftakt der F1 war extra die Konzernspitze angereist. Direkt nach dem Crash fing die Weltregie den Mercedes-Boss ein, wie er ungläubig den Kopf schüttelte. Bereits um 14.17 Uhr stieg Zetsche stinksauer in einen Van und verließ die Strecke.

Horrorszenario : Beide Mercedes raus in Runde eins
„Wir müssen jetzt weiter mit ihnen reden, aber auch warten, was die Rennleitung sagt und die Bilder und Daten anschauen, damit sowas nicht wieder passiert“, so Wolff. Für Ex-Pilot Martin Brundle war der Crash der Silberfeinde in Barcelona jedenfalls „ein entscheidender Moment in der WM dieses Jahr aber auch für die Zukunft.“ Der Brite: „Die Frage ist jetzt, ob die beiden weiter zusammenarbeiten können: Ist das reparabel oder muss man sie vielleicht sogar trennen?“ In Sachen Crash schlug er sich übrigens auf die Seite seines Landsmannes. „Ich denke, das muss eher Rosberg auf seine Kappe nehmen“, so der Sky-Experte. Unerstützung erhielt er von seinem Pendant im deutschen TV Marc Surer. „Schon brutal wie Nico da die Tür zumacht“, meinte der Schweizer.
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