Formel 1: Hamilton schließt Rücktritt aus
„Schrecklicher Weg“ zu „bestem“ Titel

Lewis Hamilton holt in Mexiko WM-Titel Nummer vier und wird anschließend nachdenklich: Zurücktreten will der Brite jetzt aber nicht - ganz im Gegenteil.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Mercedes-Sportchef Toto Wolff kann wieder lachen: „Ich habe gerade einen halb nackten, verschwitzen Mann umarmt! Aber es war trotzdem ein gutes Erlebnis“, sagt der Österreicher. Gemeint ist natürlich sein Weltmeister Lewis Hamilton. Während im Hintergrund die zweite WM-Party in der Mercedes-Garage innerhalb einer Woche losbricht, denkt Wolff noch einmal an die zwei Stunden davor zurück: „Ich habe jeden Teil dieses Rennens gehasst! Es war echt schlecht und viel zu lang.“

Auch bei Mercedes-Boss Wolff war die Freude riesig
Hamilton erklärt: „Ich war 40 Sekunden hinten, irgendwo im Niemandsland - als Fahrer ist das schlimm. Vor allem auf dieser Strecke. Es ist die schwierigste, um den Autos davor zu folgen, das Überholen ein Desaster.“ Doch Hamilton kämpft sich zurück in die Punkteränge, wird am Ende Neunter - genug für den WM-Sieg. „Ich gebe nie auf, das liegt einfach in meinem Herzen“, sagt der neue alte Weltmeister.Zurücktreten nach dem WM-Gewinn, so wie sein einstiger Silberpfeil-Rivale Nico Rosberg letztes Jahr, wird Hamilton übrigens nicht: „Ich werde auch nächstes Jahr noch hier sein und hoffentlich auch noch etwas länger“, verspricht der mit nun vier Titeln erfolgreichste britische Fahrer der F1-Historie. „Mir macht das Fahren gerade mehr Spaß als je zuvor, ich genieße es wirklich. Das ist das Tolle an dem Sport: Es wird nie langweilig. Jede Runde ist anders, jede Pole, jeder Sieg und auch jeder Titel.“

Jubel: Hamilton feiert im Kreise seiner Mechaniker
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