Formel 1: Hamilton selbstbewusst
"Nur Defekte können mich stoppen"

Trotz Sieg: Lewis Hamilton beklagt auch in Austin die Haltbarkeit seines Mercedes. Für die Experten liegt darin der Unterschied zu Michael Schumacher.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Die meisten Zuschauer waren schon nach Hause gegangen, da spritzte Lewis Hamilton erst Boxengast Venus Williams nass und kam dann noch einmal raus auf die Start-Ziel-Gerade in Austin, um sich von den letzten Fans auf der Tribüne feiern zu lassen, ein paar Selfies zu machen und Autogramme zu geben. Vor einem Jahr hatte er an Ort und Stelle seinen dritten WM-Triumph gefeiert. Ob ein vierter dieses Jahr hinzukommt, steht trotz seines Sieges am Sonntag in Texas in den Sternen.
So lief das Rennen: Mercedes-Doppelsieg in Austin

Party mit Venus Williams: Austin-Sieger Hamilton
Die Konkurrenz dominierte Hamilton in Austin. Doch sein größter Gegner fuhr nicht in einem anderen Auto mit, sondern in seinem: „Heute war der längste Nachmittag. Ich habe das ganze Rennen lang nur an die Haltbarkeit gedacht, auf jedes kleine Geräusch geachtet und mich praktisch ins Ziel gezittert“, erklärte Hamilton überraschend. Ehe er selbstbewusst anfügte: „Nico hatte das ganze Jahr über keine Probleme, die Haltbarkeit ist nur mein Problem. Und ich glaube, sie ist das einzige, was mich stoppen oder mir im Weg stehen kann.“

Beim USA GP ließ Hamilton den Gegnern keine Chance
Laut Hamilton hatte das Problem auch im Rennen eine Nachwirkung. „Ich hatte weniger Leistung als Nico“, sagte der Brite schon direkt nach dem Grand Prix. Allein: Mercedes-Sportchef Toto Wolff widersprach dieser Theorie auf Nachfrage von Sky. Hamilton wollte das später aber nicht auf sich sitzen lassen, wiederholte trotz Wolffs Kommentar: „Doch, doch: Im Vergleich zu Nico habe ich wegen des Problems heute zwei bis 1,8 Sekunden verloren - auf das ganze Rennen verteilt.“

Hamilton fühlt sich gegenüber Rosberg benachteiligt
Keinen Gefallen hat sich Mercedes nach Meinung des Weltmeisters von 1996 damit getan, vor der Saison die Mechaniker zwischen beiden Fahrern zu tauschen. Hill: „Das ist nach hinten losgegangen. Sicher ist es Pech, dass die Probleme vor allem an Lewis' Auto auftraten. Aber die Leute macht das natürlich hellhörig und es feuert Verschwörungstheorien an.“

Hamilton neben den TV-Experten Herbert und Hill
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