Die spanische Frühlingssonne ist am Samstagmittag in Barcelona verschwunden - bei bedecktem Himmel und fast 15 Grad kühleren Streckentemperaturen haben die F1-Piloten im Abschlusstraining zum Spanien GP große Probleme ihre Reifen aufzuwärmen.
Als Erster merkt das Sebastian Vettel, der sich nach einer Viertelstunde in der Schikane dreht - wegen der asphaltierten Auslaufzonen an dieser Stelle aber ohne Folgen.
Valtteri Bottas hat fünf Minuten später weniger Glück: In Kurve fünf dreht er sich auf seiner Outlap mit kalten Reifen und bleibt mit dem Heck im Kiesbett stecken - Bottas muss per Anhalter mit einem Roller zurück an die Box (die besten Bilder vom Abflug jetzt in der Fotogalerie!)
Ferrari
Die asphaltierte Auslaufzone rettet Vettel beim Dreher
Aber: Weil die Session für die Bergung des Silberpfeils mit der roten Flagge unterbrochen wird, ist Bottas im Glück - so kann sein Auto in der Pause zurück in die Mercedes-Garage gebracht werden und der Finne in der letzten Viertelstunde des Trainings nochmal eingreifen.
An die Bestzeit von Teamkollege Lewis Hamilton in 1:16.568 Minuten auf weichen Reifen, kommt der WM-Leader aber nicht mehr heran - 0,555 Sekunden fehlen ihm als Drittem zur Spitze. Zwischen die beiden Silberpfeile schiebt sich Ferrari-Pilot Charles Leclerc, der gerade einmal 24 Tausendstel schneller ist als Bottas.
Sebastian Vettel wird im zweiten Ferrari mit sechs Zehnteln Rückstand Vierter. Landsmann Nico Hülkenberg kommt im Renault nicht über den zwölften Rang hinaus.
Drei Minuten vor Ablauf der Uhr endet das Training dann vorzeitig mit der zweiten roten Flagge des Tages: George Russell legt den Williams nach einem Ausrutscher in Kurve drei im Reifenstapel ab. Das Qualifying in Barcelona am Samstag steigt ab 15.00 Uhr deutscher Zeit.