Formel 1: Hamilton warnt Rosberg
„Genieße es, solange du noch kannst“

Doppelter Rollentausch im Duell der Mercedes-Stars: Während Rosberg Hamilton als 'besten Freund' bezeichnet, glaubt der Brite: In der Ruhe liegt die Kraft.
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- Frederik Hackbarth
Rosberg macht den Hamilton! Auf und neuerdings auch neben der Strecke. Denn die Rennvorbereitung des WM-Führenden auf den Russland GP in Sotschi am Wochenende glich eher der, die man sonst von Jetsetter Hamilton gewohnt ist: Modeaufnahmen mit Fußball-Nationalspieler Mats Hummels, ein Interview mit der Illustrierten 'Bunte' und zu guter Letzt ein Abstecher zur Pro7-Sendung 'Circus Halligalli'. Mit Moderator Joko Winderscheidt plauderte er dabei entspannt über feuchtfröhliche Parties in Monaco, Feier-Rituale und seinen legendären Kappenwurf auf Hamilton nach dem USA Grand Prix 2015. Ein Rennen, das in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt in Rosbergs Karriere darstellt.
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„Genieße es, solange du noch kannst“, lautet indes Hamiltons Tipp für Rosberg. Eine Kampfansage des Briten. „Nico macht einen tollen Job. Aber man weiß nie, wie lange es hält“, sagt der Weltmeister über die Siegesserie seines Kontrahenten. Hamilton muss es wissen. Sein Glück scheint nach zwei Titeln in Folge aufgebraucht. „Lewis hat auf der Pole-Position zweimal den Start verhauen. Dabei ist nicht klar, ob es technische Probleme waren oder ein Fehler des Piloten. Und in China hat er einfach Pech gehabt. Nico ist im Moment der glücklichere Fahrer“, weiß auch Ex-Pilot und Sky-Experte Marc Surer. Der Schweizer ist sich aber sicher: „Aufgepasst! Hamilton wird zurückkommen.“Rosberg ist sich dieser Tatsache bewusst, machte daraus zuletzt nie einen Hehl: „Es braucht nur ein schlechtes Wochenende, um den Vorsprung aufzubrauchen“, bewertet der Wiesbadener seine 36-Punkte-Führung in der Weltmeisterschaft. Auch wenn er in den Titel-Duellen gegen Hamilton nie weiter in Front lag als aktuell - 2014 holte Hamilton trotz eines satten Defizits von 29 Zählern nach zwölf von 19 Rennen am Ende noch den Titel. Ein Beispiel, an das sich der Brite selbst im Moment nur zu gerne klammert.

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