Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Formel 1: Hans Mezger verstorben

Porsches Motorenpapst gestorben

Im Alter von 90 Jahren ist Hans Mezger gestorben. Er entwickelte alle bisherigen Formel-1-Motoren von Porsche.
Porsche trauert um ihren Motorenpapst Hans Mezger. Er ist am Mittwoch (10. Juni) im Alter von 90 Jahren verstorben. Mezger baute alle bisherigen Formel-1-Motoren von Porsche, aber auch diverse Le-Mans-Sieger-Triebwerke.
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„Die Nachricht über seinen Tod trifft uns sehr. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie", sagt Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Porsche. "Wir danken Hans Mezger für seine außerordentlichen Ingenieursleistungen, was er für den Motorsport im Allgemeinen und für Porsche im Besonderen getan hat. Seine Innovationen für unsere Serien-Sportwagen bleiben für immer unvergessen."
Schon beim ersten Porsche-Werkseinsatz in der Formel 1 – das war 1961 – zeigte sich Mezger für den Motor verantwortlich. Der luftgekühlte 1,5-Liter-Achtzylinder war damals nicht der stärkste im Feld. Die Luftkühlung kostete nämlich 10 PS. Doch dadurch konnte Porsche Gewicht am Fahrzeug einsparen und schaffte es als eines von nur wenigen Teams, das Mindestgewicht von 450 Kilogramm zu erreichen. Dan Gurney feierte 1962 beim Frankreich-GP einen Sieg im Porsche. Obwohl Porsche die WM vor Ferrari beendete, zogen sich die Zuffenhausener wieder zurück – die Formel 1 sei zu wenig serienrelevant.

Hans Mezger wurde 90 Jahre alt

In den folgenden Jahren stieg Porsche – auch dank Motorenguru Hans Mezger – zur Sportwagengröße auf. Kein Hersteller gewann öfter die 24 Stunden von Le Mans als Porsche.
1984 erfolgte das Formel-1-Comeback. McLaren-Teilhaber Mansour Ojjeh beauftragte mit seiner Firma TAG bei Porsche die Entwicklung eines Porsche-Turbomotors. Mit weit über 1000 PS handelte es sich dabei um einen der stärksten und besten Motoren der Formel-1-Geschichte – und auch er trug die Handschrift von Hans Mezger. Niki Lauda holte sich 1984 den Titel, Alain Prost 1985 und 1986.
Danach schlitterte Porsche in die motorsportliche Krise. In der IndyCar sprang nicht mehr als ein Sieg heraus (durch Teo Fabi 1989 in Mid-Ohio). Das Formel-1-Comeback mit Footwork scheiterte 1991 desaströs. Wieder ließ sich Porsche die Entwicklung des Motors (die wieder von Hans Mezger geleitet wurde) bezahlen – dieses Mal vom neuen Footwork-Teameigner Wataru Ohasi, einem japanischen Multimillionär. Aber dem V12-Motor fehlten 50 PS, die Standfestigkeit war überschaubar. Footwork und Porsche trennten sich noch während der Saison und nachdem ein Wechsel zu Jordan scheiterte, war Porsches letztes F1-Projekt beendet.
Mitte der 1990er Jahre ging Mezger in den Ruhestand. Doch mit klarem Sachverstand blieb er bis in die Gegenwart an Rennmotoren interessiert. Hans Mezger hat fĂĽr Porsche Formel-1-Geschichte geschrieben.

Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte


 

Fotos: Porsche

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