Formel 1 - Testfahrten in Barcelona 2019

Formel 1: Happy Birthday

70 Jahre Niki Lauda

Mit Niki Lauda wird am Freitag ein großer Kämpfer 70 Jahre alt. Eine Hommage auf den dreimaligen Weltmeister aus Österreich.
Niki Lauda sieht sich einfach gestrickt. Mode bedeutet ihm nichts, Luxusgüter geben ihm nichts, es sei denn, sie machen sein Leben bequemer. Ein Hotel soll so nahe wie möglich an der Rennstrecke liegen, der Flughafen ebenso. Deshalb würde er auch dann keine großen Gedanken an seinen 70. Geburtstag am 22. Februar verschwenden, wenn er nach seiner Lungentransplantation nicht immer noch geschwächt um seine Gesundheit kämpfen müsste.
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Allein: Kämpfen ist der berühmte Rennfahrer gewohnt, seit er am Nürburgring 1976 der Flammenhölle seines Ferrari entkam. „Schon damals entwickelte er einen schier unmenschlichen Willen, gegen sein Schicksal anzukämpfen“, beschreibt sein Weggefährte und Freund Helmut Marko (75) den entscheidenden Wesenszug. „Niki ist fähig, im entscheidenden Moment alle Gefühle auszublenden und ganz pragmatisch das zu machen, was in der jeweiligen Situation das Beste ist.“
Lauda selbst hat das nach seinem Unfall so beschrieben: „Ein Priester hat damals dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterleben wollte. Er gab mir die letzte Ölung, ohne ein Wort zu sagen. Ich wurde wütend, weil ich erwartete, dass da jemand kommt und mich tröstet. Ich spürte eine riesige Wut und dachte: Jetzt erst recht, ich lasse mich nicht hängen, ich gebe nicht auf.“ Nur sechs Wochen später sorgte er in Monza für das wohl spektakulärste Comeback der Sportgeschichte. Unter großen Schmerzen im immer noch wunden Gesicht wurde er Vierter und gewann ein Jahr später seinen zweiten von insgesamt drei WM-Titeln.
Auch bei seiner größten Krise trat dieser Kampfgeist zutage: Als 1991 die Boeing seiner Lauda Air in Thailand abstürzte und 223 Menschen mit in den Tod riss. Lauda: „Nach acht Monaten konnte ich beweisen, dass ein technischer Defekt die Ursache war. Dieser Kampf mit Boeing war für mich der beste Weg, diese Krise zu meistern. Sonst wäre ich durchgedreht.“
Sein Freund Helmut Marko wünscht sich zum Geburtstag seines legendären Freundes nur eins: „Dass Niki so schnell wie möglich zurückkommt ins Fahrerlager. Besonders unsere gemeinsamen Frühstücke fehlen mir. Er kommt so wie ich immer gleich zur Sache. Da gehört natürlich auch Streiten mal mit dazu. Aber zwei Brummbären, wie wir es sind, finden danach immer wieder zusammen.“

Formel 1 - Testfahrten in Barcelona 2019

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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