Formel 1: Heimspiel für Honda
McLaren wird zu Hondas Testträger

Fernando Alonso fährt im Quali zum Honda-Heimspiel in die Top-10. Obwohl er nach hinten muss, ist die Stimmung im Team kurz vor der Trennung besser.
Bild: Picture-Alliance / Instagram Fernando Alonso
- Frederik Hackbarth
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert...
Seit Bekanntgabe der Trennung von McLaren und Honda ist die Stimmung im Krisenteam der Formel 1 wieder deutlich besser, die Erleichterung bei allen Beteiligten spürbar. Für die Briten geht es 2018 mit Renault weiter, für Honda mit Toro Rosso. Als „Hausmannskost statt anspruchsvoller Haute Cuisine“, hatte zuletzt Honda-Motorsportchef Masashi Yamamoto den Wechsel und die zukünftige Ausrichtung bezeichnet.

Bei Honda und McLaren hat man sich auf einmal lieb
McLaren wird damit zum Testträger für Honda! Ein letztes Zeichen guten Willens vom Traditionsrennstall, der von den möglichen Fortschritten selbst nicht mehr profitieren kann, wenn die drei Jahre dauernde Krisen-Ehe mit Honda beim Saisonfinale endet.
„Sehr schade, wie das alles gelaufen ist“, findet Weltmeister Nico Rosberg, der in Japan als TV-Experte fungiert. „Alle in der Formel 1 haben sich gefreut auf diese spezielle Kombination. Auch bei mir ist eine der ersten Kindheitserinnerungen, wie Ayrton Senna Ende der Achtziger in seinem McLaren-Honda durch den Tunnel rast.“ In der Neuzeit schaffte es die ehemals legendäre Paarung aber nur mit Motorschäden und Startplatzstrafen in die Schlagzeilen. „Leider hat es nicht geklappt“, sagt Rosberg.

Dieses Foto vom Teamdinner postete Fernando Alonso
Passend dazu postete Alonso am Vorabend des Japan GP auf Instagram ein Foto von sich mit dem ganzen Team beim Abendessen. Doch trotz der warmen Worte: Abschiedstränen wird Alonso am Sonntag unter dem Helm trotzdem keine vergießen, wenn er zu seinem letzten Honda-Heimspiel aufbricht - mal wieder vom Ende des Feldes.
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