Platz drei im Qualifying, Platz zwei in der Startaufstellung - und fast eine halbe Sekunde Rückstand auf WM-Rivale und Pole-Mann Lewis Hamilton. Trotzdem hat Sebastian Vettel nach dem Qualifying in Japan gute Laune!
Der Hauptgrund dafür ist der Wetterbericht: „Morgen wird es auf jeden Fall wärmer. Da kommen wir normalerweise besser zurecht. Mercedes sollte es vielleicht etwas mehr wehtun als uns, also können wir im Vergleich zu ihnen einen Schritt machen“, glaubt Vettel.
Vettel
Wenn die Sonne am Sonntag lacht, lacht auch Vettel...
Vor allem die Balance wird bei zehn Grad wärmeren Asphalttemperaturen entscheidend: „Die ist hier extrem wichtig, damit man als Fahrer das richtige Gespür hat“, so Vettel. Was ihn noch zuversichtlich macht: „Das Auto war sehr gut. Wenn wir die Balance von heute wiederholen können, sollten wir ein starkes Rennen haben.“
Bei Mercedes hofft Vettel indes auf ein ähnliches Bild wie vor einer Woche in Sepang. Bei heißen Bedingungen kämpften die Silberpfeile mit überhitzenden Reifen. Der Ferrari-Star: „Dann fängt das Auto an zu rutschen.“ Für sein Duell mit Hamilton bedeutet dieses Szenario: „Im Idealfall kann er morgen nicht mit uns mithalten. Hoffentlich sehen wir dann im Rückspiegel, dass wir mit unserer Einschätzung richtig gelegen haben.“
Mercedes
Vettel kennt die Schwachstellen des Mercedes genau
Red Bull bleibt für den Deutschen dagegen ein Rätsel. Sowohl Daniel Ricciardo als auch Sepang-Sieger Max Verstappen fehlen rund eine Sekunde auf die Bestzeit. Vettel: „Keine Ahnung, warum sie sich hier bisher schwerer tun. Letzte Woche in Malaysia war's wärmer, morgen wird's das auch. Vielleicht spielt ihnen das auch in die Karten. Es wird also eng.“
Bei den Österreichern ist man sich selbst indes noch unsicher, ob man Vettel und Hamilton angreifen kann. „Wir haben die Setups aufgeteilt“, verrät Verstappen. „Daniel fährt mit weniger Abtrieb, ich mit mehr. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Einstellung die richtige ist. Die Autos sind dieses Jahr so schnell, dass viele schnelle Kurven hier Vollgas gehen und damit mehr Geraden als Kurven sind. Das tut uns mehr weh als den anderen.“
Red Bull
Sepang-Sieger Red Bull will in Japan erneut angreifen
Grund: Die Höchstgeschwindigkeit ist immer noch Red Bulls Achillesferse. „Deshalb habe ich mein Auto mehr aufs Rennen abgestimmt und weniger Flügel drauf“, erklärt Ricciardo. „Damit habe ich auf den Geraden hoffentlich eine bessere Chance zu überholen beziehungsweise mich zu verteidigen.“ Denn geht der Plan des Australiers auf, liegt er früh im Rennen vorne. „Ich stehe jetzt auf der sauberen Seite. Ich hoffe, ich kann die Führenden ihn Kurve eins angreifen. Der Start wird das Rennen morgen diktieren.“