Formel 1: Hülkenberg sorgt für Audi-Sensation im Regen von Brasilien
Audi so stark wie nie in der Formel 1

Nico Hülkenberg überrascht beim Formel-1-Qualifying in Brasilien. Der Deutsche fährt seinen Audi auf Startplatz vier und erinnert damit an seinen größten Coup vor genau 16 Jahren.
Bild: Audi
Die Formel-1-Strecke vor den Toren São Paulos scheint Nico Hülkenberg (39) besonders zu liegen: Vor genau 16 Jahren raste der Deutsche in Brasilien sensationell auf die Pole Position. Jetzt schlägt der Regen-Spezialist in Interlagos wieder zu.
Im Qualifying zum Großen Preis von São Paulo fährt Hülkenberg seinen Audi auf Platz sechs. Weil George Russell (Mercedes) und Charles Leclerc (Ferrari) wegen Motorstrafen zurückversetzt werden, rückt der Emmericher sogar auf Startplatz vier vor. Besser stand noch kein Audi in der Formel 1!
Erst Technik-Pech, dann Audi-Sensation
Dabei beginnt das Wochenende für Hülkenberg bitter. Im ersten Training muss er seinen Audi an Nachwuchsfahrer Freddie Slater abgeben. Im zweiten Training streikt die Elektronik. Die Netgativ-Bilanz: keine einzige Runde am Freitag für den Emmericher.

Nico Hülkenberg fährt seinen Audi auf Startplatz vier und erinnert damit an seinen größten Coup vor genau 16 Jahren.
Bild: Audi
Doch im Regen von Interlagos ist der Routinier plötzlich voll da. Sowohl in Q1 als auch in Q2 fährt Hülkenberg auf Platz fünf. Im entscheidenden dritten Abschnitt sichert er sich Rang sechs.
„Ich bin zufrieden. Ich bin sauber geblieben, habe das Maximale rausgepresst“, sagt Hülkenberg bei Sky. Dass Liam Lawson im Racing Bulls noch drei Zehntelsekunden schneller ist, ärgert ihn zwar. Doch der Deutsche bleibt realistisch: „Wir müssen auch die Kirche im Dorf lassen nach dem gestrigen Tag, das ist kein schlechtes Comeback.“
Ralf Schumacher zieht den Hut
Der Regen-Coup weckt Erinnerungen an den 7. November 2010. Damals holte Hülkenberg als Formel-1-Neuling im Williams ausgerechnet in Brasilien seine erste und bis heute einzige Pole Position. 16 Jahre später zeigt er erneut, wie gut er mit der schwierigen Strecke zurechtkommt. „Ich habe hier schon ein paar Runden unter die Räder genommen“, scherzt der Deutsche.
Sky-Experte Ralf Schumacher lobt: „Nico liebt diese Strecke unter diesen Bedingungen, aber Du brauchst schon ein Paket, das im Regen passt. Da hat er das Beste draus gemacht, Hut ab.“
Auch bei Audi ist der Jubel groß. Rennleiter Allan McNish adelt Hülkenberg sogar als „Regenmeister“. Kein Wunder: Seit dem Formel-1-Einstieg Anfang 2026 stand noch kein Audi so weit vorne in der Startaufstellung.
Hülkenberg träumt vom nächsten Coup
Während Hülkenberg glänzt, erlebt Teamkollege Gabriel Bortoleto ein Heimspiel zum Vergessen. Der Brasilianer rutscht im ersten Qualifying-Abschnitt von der Strecke und landet auf dem letzten Platz.
Hülkenberg dagegen darf sich Hoffnungen auf ein starkes Rennen machen. Vor ihm starten nur Lando Norris (McLaren), Weltmeister Kimi Antonelli (Mercedes) und Liam Lawson (Racing Bulls). Allerdings warnt der Audi-Pilot vor zu großer Euphorie. Für Sonntag erwartet er einen „absoluten Thriller, egal wie das Wetter spielt“.
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