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Formel 1: Interview mit Nico Hülkenberg

Hülkenberg will bei Renault bleiben

Nico Hülkenbergs Vertrag mit Renault läuft aus. Trotzdem denkt der Deutsche nicht an Abschied, wie er im exkulsiven Interview mit ABMS verrät.
Herr Hülkenberg, so wie es aussieht, wird der Große Preis von Deutschland vorerst das letzte Mal stattfinden. Was sagen Sie dazu?
Nico Hülkenberg (31): Ich hoffe, das ist nicht der Fall. Das wäre extrem schade. Der deutsche Grand Prix sollte unbedingt im Kalender bleiben. Im vergangenen Jahr war das Rennwochenende ein Mega-Erfolg. Das Motodrom war ausverkauft,  die Stimmung brodelte. Eine solche Unterstützung hatte ich vorher noch nie erlebt. Da war man richtig stolz, Deutscher zu sein.
Sie sind jetzt 31, schon eine längere Zeit in der Formel 1 dabei. Wie bewerten Sie den Status Ihrer Karriere? Befinden Sie sich im Herbst oder schon auf der Zielgeraden?
Ha, ha, guter Versuch. Keins von beiden. Ich fühle mich mitten in der Blüte meines Rennfahrerdaseins.
Ihr Vertrag bei Renault läuft aus. Glauben Sie, dass Sie in der Formel 1 bleiben können, oder gäbe es Alternativen wie die Formel E?
Für mich zählt nur die Formel 1. Alles andere kommt für mich im Moment nicht in Frage.
Das Einfachste wäre dann, bei Renault zu bleiben…
Ja. Glaube ich auch. Das ist auch am wahrscheinlichsten.
Dann sind Sie also sicher, dass die Verlängerung klappt?

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Ich habe ein gutes Gefühl. Ich befinde mich im ständigen Gespräch, zum Beispiel mit Teamchef Cyril Abiteboul. Deshalb gehe ich davon aus, dass einer Verlängerung des Vertrages nichts im Wege steht, um dann erfolgreich zu sein.
Dazu müsste Renault aber endlich den Schritt nach vorn machen, der bisher ausblieb…
Das Jahr ist ja noch nicht zu Ende. Klar, bisher war es eine Achterbahnfahrt. Es wird aber nicht besser, wenn man den Kopf in den Sand steckt. Die Zeit wird zeigen, ob wir unsere Probleme lösen können. Aber in der Formel 1 geht nichts von heute auf morgen.
Was ist in dieser Saison die größte Überraschung für Sie?
Eigentlich nichts.
Auch nicht die Stärke Ihres Teamkollegen Daniel Ricciardo? Er führt im Trainingsduell und hat auch mehr Punkte.
Nein. Er war ja kein Fremder. Alles ist für mich im Rahmen. Es war mir klar, dass Daniel kein Fallobst ist und ich mich strecken muss.
Ist Ricciardo Ihr bisher stärkster Teamkollege?
Ja, kann man so sagen. Auch wenn Vergleiche schwierig sind.
Sie sind sehr selbstbewusst, immer gewesen. Ist es trotzdem schwer gegen das Standing eines Siegfahrers wie Ricciardo zu arbeiten?
Natürlich hört man ihm zu, weil er diese Erfahrungen hat. Aber ich glaube nicht, dass das Team mich wegen ihm aufs Abstellgleis stellt.
Wen würden Sie als Fahrer nehmen, wenn Sie Teamchef wären?
Max Verstappen und Sergio Perez. Max, weil er so brutal schnell ist. Und Perez, weil er im Rennen ein so begnadeter Reifenflüsterer ist und intelligent fährt. Das wäre eine sehr gute Kombi.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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