Die Formel 1 fährt weiter wie gehabt - zumindest an der Reifenfront: Nach einem knapp einstündigen Meeting der Teamvertreter am Freitagmorgen in Spielberg (ABMS berichtete - alle Hintergründe hier), an dem auch Sebastian Vettel und Lewis Hamilton teilnahmen, steht fest: Die Pirelli-Gummis für die Saison 2019 bleiben unverändert.
Fünf Teams sprachen sich für eine Änderung aus (Ferrari, Red Bull, Haas, Toro Rosso, Alfa), fünf dagegen (Mercedes, Racing Point, Williams, McLaren und Renault). Für eine erfolgreiche Revolte wären jedoch sieben Stimmen nötig gewesen.
Pirelli
Sebastian Vettel hätte gerne andere Pirelli-Reifen
Die Hoffnung der Konkurrenz, etwas an der Mercedes-Dominanz (acht Siege aus acht Rennen) zu ändern, hat sich damit zerschlagen - die Silberpfeile gehen besonders gut mit den aktuellen Pneus um. Toto Wolff verteidigt das Veto seines Teams gegen die Änderung: "Als Sportsmann denke ich, dass die Formel 1 die Reifen nicht ändern sollte, nur weil einige Teams besser damit umgehen können als andere. Das wäre so, als ob man eine Top-Performance bestrafen würde."
Neben den Mercedes-Kundenteams Williams und Racing Point stimmte auch McLaren gegen eine Modifikation. Hintergrund: Das Traditionsteam aus Woking konnte sich zuletzt in Frankreich sogar als vierte Kraft hinter den Top-Teams profillieren. "Wir wissen genau, was wir mit den Reifen machen müssen", sagte Carlos Sainz nach Rang sechs in Le Castellet.
Auch Renault-Teamchef Cyril Abiteboul wünscht sich Konstanz im Regelwerk: "Ich mag keine plötzlichen Änderungen während der Saison", rechtfertigt der Franzose seine Abstimmung. Deren Ergebnis ist jedoch schlecht für die Formel 1 und ihre Fans, denn mehr Spannung ist damit erstmal nicht in Sicht.
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