Formel 1: Keine Sauber-Übernahme
Was plant Alfa Romeo?

Konzernchef Sergio Marchionne gibt Sauber einen Korb, betont aber weiterhin Alfa Romeos Comeback-Pläne. Steigt die Traditionsmarke in die IndyCar ein?
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
Auf der einen Seite kämpft das Sauber-Team um das finanzielle Überleben, auf der anderen Seite strebt Alfa Romeo das Comeback in der Formel 1 an. Eine Übernahme von Sauber durch die Marke, die 1950 das erste Weltmeister-Fahrzeug stellte, erscheint da nur logisch. Doch da wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Solche Pläne hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Nun erteilt auch Konzernchef Sergio Marchionne den Gerüchten eine klare Absage, betont gleichzeitig aber die Ernsthaftigkeit der Comeback-Pläne.

Sergio Marchionne zuletzt im Fahrerlager von China
Marchionne will Alfa Romeo wieder zurück auf Erfolgskurs bringen. 2014 wurden gerade Mal 68.000 Fahrzeuge verkauft. Marchionnes Ziel: Bis 2018 soll Alfa Romeo 400.000 Autos an die Kunden bringen. Um das zu erreichen nimmt er viel Geld in die Hand: Fünf Milliarden Euro. Die werden unter anderem in acht neue Modelle investiert.

Die IndyCars würden sich über neue Hersteller freuen
Auch mit dem GT-Sport wurde Alfa Romeo schon in Verbindung gebracht. Allein: 2010 lief der letzte Serien-GT der Italiener über das Band. Nur wenn eines der acht neuen Modelle ein Gran-Tourismo wird, ist ein GT-Einstieg realistisch. Serien wie die DTM oder die Tourenwagen-Weltmeisterschaft waren in der Vergangenheit ebenfalls schon Spielwiesen für Alfa Romeo. Aus Kostengründen sind alle diese Optionen wohl realistischer als die Formel 1.
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