Formel 1: Kolumne

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Ritterschlag für Mercedes

Unser Formel-1-Reporter Ralf Bach sinniert in seiner Kolumne über die Stärke des Mercedes-Teams
Wenn Helmut Marko (76) die Konkurrenz lobt, dann heißt das was. Der Red-Bull-Chefberater kritisiert normalerweise lieber, intern und extern. Doch die Leistungen von Weltmeister Lewis Hamilton (34) und seinem Mercedes-Team lassen dem Grazer keine Wahl.
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Am Telefon sagte er mir fast schon demütig: "Allein das letzte Rennen in Abu Dhabi hat seine ganze Klasse gezeigt. Er fuhr extra langsam, um mit seinen alten Reifen noch die schnellste Runde zu fahren. Er hat eine Übersicht, die seines gleichen sucht."
Auch Hamiltons Mercedes-Team bekommt den Ritterschlag: "Mercedes macht seit 2014 einen Superjob. Ihr Motor ist immer noch das Maß aller Dinge und auch im Chassisbereich haben sie sich jedes Jahr gesteigert. Keine Frage, Hamilton und Mercedes werden auch 2020 die Messlatte sein."

Lewis Hamilton und Valtteri Bottas

Marko sieht nur sein Red Bull-Team als ernsthaften Herausforderer. "Unser Motorpartner Honda hat kräftig nachgelegt. Sie sind fast schon auf Augenhöhe mit Mercedes. Was fehlt, sind noch ein paar Zusatz-PS im Qualifyingmodus. Aber sie arbeiten daran." Der Österreicher weiter: "Und hinter Hamilton stufe ich aus Fahrersicht unseren Max Verstappen ein. Er ist schon jetzt der große Herausforderer. Er ist noch sehr jung, aber er lernt jedes Jahr hinzu."
Eddie Jordan (71) gibt Marko in einem Punkt recht, sagt: "Red Bull und Verstappen werden der Gegner von Mercedes." Der Ex-Teamchef aus Irland, bekannt für seine Schlagfertigkeit und seinen hintergründigen Humor, gilt in seiner Heimat als ORAKEL, seit er das Comeback von Michael Schumacher 2010 bei Mercedes und den Wechsel von Lewis Hamilton von McLaren zu den Silberpfeilen 2013 frühzeitig verkündete.
Fest steht: Jordan hält Mercedes auch in Zukunft unbezwingbar. Der Ire erklärt mir süffisant: "Mercedes müsste schon aussteigen oder die anderen beide Autos vor jedem Rennen entführen, um eine Chance zu haben. Sechsmal hat Mercedes die WM gewonnen, seit es die Hybridmotoren gibt. Da das Motorreglement bleibt, sehe ich keine Gegner. Mercedes ist wie eine perfekte Maschine, in der jedes Rädchen ins andere greift. Da kommt keiner ran, höchstens Red Bull. Ferrari aber mit seinen internen Problemen schon mal gar nicht."

Autor: Ralf Bach

Fotos: Hersteller

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