Formel 1: Kolumne zur Palmer-Saga
Sainz ab Malaysia nicht mehr im Toro Rosso?

Palmer, Sainz, Gasly: Wer fährt beim nächsten Rennen in Malaysia für Renault und Toro Rosso? ABMS-Reporter Ralf Bach analysiert die Situation.
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- Ralf Bach
Ein Mann, ein Wort? Das gilt ganz sicher für Red-Bull-Chefberater Helmut Marko aber nicht für Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. Die Posse um Carlos Sainz und Jonathan Palmer wurde dank des Franzosen zur Farce. Wer die wahren Hintergründe kennt, fühlte sich bei der Pressekonferenz der Teamchefs am Freitag ins Reich der Fabeln versetzt.

Kann einem leid tun: Jolyon Palmer in Singapur
"Jolyon und das Team müssen schon seit Monaten mit diesen Spekulationen leben. Das ist unfair und hatte vielleicht sogar Einfluss auf seine Performance. Wir fokussieren uns jetzt darauf, dass wir in Singapur die Möglichkeit haben, Punkte zu holen. Mit Jolyon haben wir einen laufenden Vertrag bis zum Ende der Saison."

Palmer nebst seinem Renault-Chef Cyril Abiteboul
So weit, so gut. Fakt ist: Abiteboul hatte die Anwälte Palmers unterschätzt, die ihm kurz die Kosten vorrechneten, falls Renault vertragsbrüchig würde. Da bekam der Franzose kalte Füße. Die Geschichte ist aber noch nicht zu Ende. Wer Marko kennt, weiß, dass er alles tut, um zu seinem Wort zu stehen. Deshalb bin ich mir sicher, dass Gasly trotzdem in Malaysia für Toro Rosso an den Start gehen wird.

Muss Carlos Sainz ab Singapur zuschauen?
So oder so: Wie Unschuldslamm Abiteboul wirklich tickt, kann Opferlamm Palmer nicht besser beschreiben. Der Brite hat von dem Ende seiner Zeit bei den Franzosen nämlich aus den Medien erfahren. "Ich wusste davon, als ich es im Internet gelesen habe. Anschließend war mir klar, dass es stimmt", so Palmer. "Schade drum. Keine Ahnung, wer es an die Medien gegeben hat."
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