Sie sind also Vergangenheit, die Grid Girls der Formel 1. Die Entscheidung von Liberty, die leicht bekleideten Nummerngirls mit dem eingefrorenen Lächeln abzuschaffen, wird alle Chauvis ins Mark treffen. Und die beherrschen immer noch die Königsklasse des Motorsports. Wie Niki Lauda: "Haben die einen Vogel?", war sein Kommentar, als er das erste Mal davon hörte.
Formel 1
Ab dieser Saison werden keine Grid Girls mehr in der Startaufstellung stehen
Ich finde die Entscheidung gut, auch wenn ich zu den konservativen Zeitgenossen gehöre, die immer noch jede Paula jedem Paul vorziehen würden. Ernsthaft betrachtet war es aber wirklich nicht mehr zeitgemäß, das junge Frischfleisch als subtile Anheizer für männliche feuchte Träume auf die Startaufstellung zu stellen. Denn: Die Formel 1 will mit der Zeit gehen und zieht dieses Credo in Technikfragen gnadenlos durch.
Die Hybridmotoren sind alles andere als sexy, werden aber von allen Herstellern wegen des Zeitgeistes bis aufs Blut verteidigt. Denkt man diesen durchaus richtigen Grundgedanken konsequent weiter, muss man deshalb die Entscheidung Libertys begrüßen. Fahrer und Fans werden es verkraften. Der Mensch gewöhnt sich an alles – an Halo genauso wie an die fehlenden Hormonbeschleuniger auf der Startaufstellung.